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Full text of "Bulletin 10"

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HE MUSEUM OF MEDITERRANEAN AND NEAR EASTERN ANTIQUITl^|j|^ 2 ]^g 

MEDELHAVSMUSEET 


Beate George 

Frühe Keramik 
aus Ägypten 


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BULLETIN 10 1975 


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ffi MUSEUM OF MEDITERRANEAN AND NEAR EASTERN ANTIQUITIES 


lEDELHAVSMUSEET 


LLl TN 10 1975 


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FRÜHE KERAMIK AUS ÄGYPTEN 

Me dekorierte Negade II-Keramik im Medelhavsmuseet 


’on 

JEATE GEORGE 


rOCKHOLM 1975 


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© Beate George 

Edited by Bengt Peterson. Photos by Margareta Sjöblom 

Distribution oflice: Medelhavsmuseet, Storgatan 41, S-I1455 Stockholm, Sweden 
ISBN 91-7192-273-3 

Printed by Beriingska Boktryckeriet, Lund 1975 


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Einführung 


At the still point of the tuming world. Seither flesh nor fleshless; 

Seither front nor towards; at the still point, there the dance is, 

But neither arrest nor movement. And do not call it fixity, 

Where past andfuture are gathered. Seither movement from nor towards. 
Seither ascent nor decline. Except for the point, the still point, 

There would be no dance, and there is only the dance. 

T. S. Eliot, Four Quartets, Burnt Sorton II 62-67 


)ie Blütezeit altägyptischer Töpferkunst ist die prä- 
istorische Epoche vor 3000 v.Chr., deren lokal mehr 
der weniger begrenzte Kulturen hauptsächlich anhand 
erschiedener Keramikstile bestimmt werden. Von 
esonderem Interesse unter der Vielzahl von Gat- 
iingen ist die sogenannte ,, dekorierte Ware'' > 
fetrics ^ydecorated ware"*^ - der Negade 11-Kultur, 
ie räumlich grosse Teile Ägyptens umfasst und 
eitlich am Übergang zur historischen Epoche steht. 
Diese Keramik ist auf hellem Tongrund mit einem 
I braunroter Farbe aufgetragenen geometrischen oder 
guralen Dekor verziert. Unter den figürlichen Dar- 
tellungen sind besonders vielrudrige Schiffe und 
lenschen bemerkenswert. Obwohl die Deutung dieser 
iJder im Einzelfall schwierig und unsicher ist und 
ir unsere Kenntnis der Negade 11-Kultur nicht immer 
ie eindeutigen Aufschlüsse gibt, die man vielleicht 
warten oder wünschen könnte, so werfen diese 
efassmalereien doch Licht auf eines der wichtigsten 
reignisse in Ägyptens langer Geschichte überhaupt, 
imlich den Sprung aus der Prähistorie mit dem für 
e charakteristischen Welt- und Menschenverständnis 
die Historie mit ihrer neuen, andersartigen Sicht. 
Weitsicht und Bewusstsein der Vorgeschichte* fin- 
m im Bereich der Keramüc ihren Ausdruck in einer 
«ziellen Art von Ornamentik. Es sind Muster, die 
irch ihr Vorhandensein erst die sonst als Negativ 
lebte Fläche erzeugen. Sie folgen der Form des 
efasskörpers und ordnen sich ihr ganz unter, ent- 
•rechend wie der Töpfer noch seinem Erzeugnis 
itergeordnet ist und der Mensch in die ihn umge- 
mde Welt - Natur, Volksgruppe - eingebunden ist. 


Die Hinwendung zum Figürlichen, die in der 
Bemalung der sogenannten „w/ii7e cro5j-/i>ied"-Ware 
der Negade I-Kultur und vor allem der dekorier- 
ten Ware von Negade II vollzogen wird, lässt eine 
Bewusstseins- und Weltsichtsmutation sichtbar wer- 
den, die Differenzierung, Individualisierung und Per- 
soniEzierung beinhaltet, ln der Kunst fuhrt dies zur 
Entdeckung des plastischen Einzelraums und zur 
Entfaltung der Skulptur überhaupt, auf dem Gebiet 
des Gefassdekors über die mit Strichmustem gefüllten 
Darstellungen des white crossdined-SXidts hinaus zu 
den mit Farbe ausgefüllten körperhaften Figuren- 
wiedergaben der dekorierten Ware. Diese Maltechnüc - 
es kommen auch Ritzmuster auf anderen Gattungen 
vorgeschichtlicher ägyptischer Keramüc vor - mag 
möglicherweise von den FelsbUdem inspiriert worden 
sein, die vom Capsien bis zum ChalkolithUcum be- 
kannt sind. 

Die flguralen Darstellungen der dekorierten Ware 
zeigen eine bedeutende Verselbständigung des Dekors 
gegenüber dem Gefässkörper. Die Bilder mit zum 
Teil ganz neuen Themen sind zwar in Gruppen auf 
der Bildfläche geordnet, haben jedoch keine eigentliche 
räumliche Beziehung zu ihr oder unter einander. 
Der Hersteller ist seinem Produkt gegenüber selb- 
ständiger und bewusster geworden. Dieser Prozess 
wird vor allem an den Menschendarstellungen deutlich, 
die dem Maler besondere Schwierigkeiten bereiteten. 
Er schafft bewusst ein Bild, das die wichtigsten 
Aspekte der menschlichen Gestalt in sich vereinigt, 
und kommt bei aller Stilisierung und manchmal 
Unsicherheit in den bestgelungenen Bildern den 

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Wiedergaben historischer Zeit schon sehr nahe. Darin 
liegt vielleicht der grösste Reiz dieser Bilder, dass sie 
den tiefgehenden Umbruch aus der nordafrikanischen 
Vorzeit zu dem, was dabei ist, Ägypten zu werden, 
ahnen lassen. 

Die ägyptische Abteilung des Medelhavsmuseet in 
Stockholm besitzt eine umfangreiche Sammlung von 
dekorierter Negade II-Keramik, deren Stöcke fast aus- 
schliesslich aus Privatsammlungen stanunen. Herkunft 
und Fundzusanunenhänge sind daher fast nie be- 
kannt, abgesehen von dreiCefassen (Kat.nr. 81, 139, 
148), die bei G. Bruntons Grabungen in Mostaged- 
da* zutage kamen. Der grössere Teil der Stockholmer 
Sammlung - 135 Exemplare von 155 - ist mit nicht- 
flgörlichen Motiven bemalt, 20 Gefösse sind mit 
figürlichem Dekor versehen. Alle sollen hier in einem 
Katalog vorgelegt werden. Für Dekormotive, Formen- 
typologie und Technik lassen sich dabei interessante 
Besonderheiten feststellen, für die es möglicherweise 
in anderen bisher unpublizierten Sammlungen Paral- 
lelen gibt. 

Für eine Einteilung ägyptischer vorgeschichtlicher 
Keramüc hat Petrie ein System von ,^equence-dates"'* 
(SD, Staffeldaten) entwickelt, das 80 relative, chrono- 
logisch nicht fixierte Stufen umfasst, ln diesem System 
nimmt die Negade U-Kuhur die SD 38/40-80 ein, 
einige wenige rotbemalte Gefässe kommen jedoch 
schon in SD 31-39, also parallel mit Negade 1, vor^. 
Dem Material' nach gehört die gesamte rotbemalte 
Ware zur ,^esert-ware"\ der Wöstenware, dem 
Dekor* nach zur Gruppe der bemalten, gegenüber mit 
Ritzmustem oder Relief verzierten Gattungen. Bemalte 
Keramik^ des .^vhite crow-///ied“-Stils von Negade 1 
ist charakterisiert durch weissfigurige Malerei, offene 
Gefässformen und damit Bevorzugung des Gefassin- 
neren als Malfläche sowie geradlinige Ornamentik, 
während die Negade ll-Ware durch rotbraune Ma- 
lerei, Bevorzugung des Gefässäusseren als Malfläche 
und geschlossene Gefässformen sowie durch gebogene 
Ornamente* gekennzeichnet ist. Eine interessante 
Mischung beider Stile stellt das kleine herzförmig- 
längliche Gefäss Kat.nr. 138 dar, das der Form und 
dem Dekor nach zu Negade 1 gehört, dem Material 
und der Farbe nach aber zu Negade 11. 

Hauptkriterium für die Einteilung der hier präsen- 
tierten bemalten Gefässe ist die Art des Dekors, in 
zweiter Linie die Gefässform. Den Themen der 
Bemalung folgend ergeben sich die Gruppen nicht- 
figurale bzw. figurale Darstellungen, wobei die nicht- 

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figuralen in Spiralen (Kat.nr. 1-35), Steinimitatkneo 
einschliesslich Punkten (Kat.nr. 36-Ö0) und Welke- 
linien einschliesslich Netzmustem und Strichen (K^- 
nr. 61-135) gegliedert werden können. Die Welks- 
linien, die in einigen Fällen das ganze Gefäss um- 
ziehen, in anderen aber nur sehr kurz sind, sind nicht 
immer in sorgfältiger Zickzacklinie gezeichnet, soo- 
dem manchmal nur einmal in der Mitte geknickt oder 
nur Striche. Andeutungen von Landschaften sind mög- 
licherweise in den Kompositionen von WeDenlnkn 
und mit Farbe ausgefüllten Dreiecken, vielleicht 
Bergen, zu sehen. Gefösse mit solchem Dekor sind hier 
zu den figuralen gerechnet. Die figurale Gruppe um- 
fasst weiter als Hauptmotive Pflanzen, Vögel, Schiffe 
und Kompositionen mit menschlichen Gestalten (Kal.- 
nr. 136-155). 

Ein Vergleich mit dem in Petries ,Jh^ekisioric 
Corpus**^ - im folgendem nur als Corpus zi- 
tiert - zusammengestellten Material, das nach se- 
quence-dates eingeteih ist, erlaubt eine gewisse rela- 
tive chronologische Gruppierung der Stockhofaner 
Sammlung anhand des Auftauchens der Dekormoave. 
Wie bereits erwähnt, kommen einige rotbemalte 
Gefässe schon ab SD 31 vor. Kat.nr. 88 out 
Wellenlinien kommt Corpus lOG (SD 31,41, 61) nahe, 
Kat.nr. 44 - Steinimitation - dem Exemplar Corpus 
63 C (SD 36-41). Da jedoch beide Stockholmer Stucke 
Abweichungen aufweisen, können sie nicht mit Sicher- 
heit so früh angesetzt werden. Auch Corpus 68 A - 
sphärisch mit senkrechten Wellenbändem - beginot 
verhältnismässig früh (SD 39-61); es ist in drei Exem^ 
plaren im Medelhavsmuseet vertreten (Kat.nr. 97^ 
98, 99). Einige Stücke der rotbemahen Keramic haboi 
Form und Henkel der Wellenhenkelgefösse, die nac^ 
Petrie von SD 40-80 belegt sind, nach Kaisers Untere 
suchungen aber fHlhestens ab SD 46 vorkommes'*] 
Diese Diskrepanz zeigt, dass die Anwendbarkeit da 
Staffeldatensystems sowie die Rolle der Wellenhenkd 
gefässe als Leitkeramik für die Negade Ü-Kulta 
überprüft werden müssen. Bei der Erwähnung diese 
Ware, die als aus Palästina importierte Gattung gik 
sei auf die schwierige Frage des Einflusses m 
Vorderasien hingewiesen. Darüber, wie lang anda» 
emd und intensiv, ob direkt oder indirekt, mit wekha 
Gegenden Vorderasiens und über welche Wege Ko^ 
takte zwischen diesem Kulturkreis und Ägypd 
bestanden haben, herrschen die unterschiedlideta 
Ansichten 

Es bestehen auch Verbindungen zwischen da 
dekorierten Ware und Steingefössen, die vom Be^ 


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1er historischen Zeit an die Tongefasse in ihrer 
Deutung als Bestandteil derGrabausrüstung zurück- 
Irängen. Von vorgeschichtlichen bunten Steingefassen 
phärischer Form mit Schnurösen sind sowohl die 
lestalt als auch die Oberflächenstruktur in Keramik 
mitiert worden. Die Tonoberfläche ist manchmal mit 
inem unregelmässigen, gesprenkelten Muster bemalt 
('Orden, um den kostbareren Stein nachzuahmen 
cf. Kat.nr. 36-60), welches Verfeihren von SD 36-78 
orkommt^. Daneben sind Bemalungen mit Wellen- 
nien sehr häufig, die möglicherweise auf den Inhalt 
er Gefasse gedeutet haben könnten, aber auch in 
inigen Fällen einem Tragnetz aus Flechtwerk nahe- 
ommen. Dieser Dekor kommt in den verschiedensten 
ibwandhingen von SD 31 (cf. Corpus 10 G) bis zum 
lode der prähistorischen Epoche vor (cf. Kat.nr. 
1-135)“. Ein weiteres reich belegtes Motiv ist die 
pirale (Kat.nr. 1-35), die um SD 40 erscheint und 
is SD 63 als Dekor verwendet wird; ihre Bedeutung 
t nicht mit Sicherheit eindeutig festzulegen*''. Spät - 
^ SD 69 - erscheinen ferner grosse bauchige Gefasse 
it kommaartigen Strichen“ (cf. Corpus 66B ff.; Kat. 
r. 116-119). Spät ist auch ein dickwandiger flaschen- 
tiger Typ mit engem Hals (cf. Kat.nr. 111)“ und ein 
) grossformatiger wie Kat.nr. 109, dessen Form 
!tries Gruppe entspricht*^. 

Nach Petries Klassifizierung erscheint ab SD 40 
isser der Spirale auch eine Pflanzenart (cf. Corpus 
) A). die schon 1897 von G. Schweinfiirth als Aloe, 
mn auch als abessinische Banane identifiziert worden 
t*‘. Zur magisch-religösen Bedeutung der Aloe bei 
m Völkern der afrikanischen Trockenzone, ihrer 
eben und Schutz spendenden Funktion, die mit ihrem 
(hen Wassergehalt zusammenhängt, hat H. Baumann 
ndrucksvoUes Material präsentiert**. Da auch im mo- 
men Ägypten die Sitte besteht, Töpfe mit Aloen 
f Gräber zu stellen, da sie mit ihrem geringen 
asserbedarf trotz Hitze und Trockenheit die Dauer 
s Lebens symbolisieren, darf dieser Pflanze wohl 
ch für die prähistorische Epoche eine ähnliche 
deutung zugeschrieben werden. Die Aloe erscheint 
f den Gefassen Kat.nr. 140 und 141 als Haupt- 
kormotiv, auf Kat.nr. 148 und 150 im Zusammen- 
ng mit Schiffsdarstellungen. 

Ein weiteres Motiv - cf. Corpus 36 P und Kat.nr. 

140, 141, 145, 147, 149, 150 -scheint am ehesten 
len Baum darzustellen, ist aber auch als Fächer 
d noch unwahrscheinlicher als Schmetterling he- 
chtet worden*®. 

\b SD 40 kommen weiterhin Antilopen- und 


Bockarten vor, deren nähere Bestimmung unsicher ist 
Corpus 36 C)**. Auf den Gefassen Kat.nr. 154 und 
155, den einzigen mit Böcken im Medelhavsmuseet, 
ist offensichtlich beidemal dieselbe Art - einmal sehr 
schön, das andere Mal ganz flüchtig - wiedergegeben 
mit in grossem Bogen zum Rücken hin geschwungenen 
Hörnern. 

Mit SD 45 beginnen dann die sehr interessanten 
Schiffsbilder {Corpus 40 ff.)**. Ein Schiff in Draufsicht 
auf einer Negade 1-Schale enthält schon die wichtig- 
sten Bestandteile, die auch in Negade II - da aber 
in Seitenansicht - abgebildet zu werden pflegen: 
viele Ruder, zwei Kabinen, Zweig am Bug. Bei 
diesem Schiffstyp ist der Schiffskörper meist mit 
hochgezogenem Bug und Heck, seltener ziemlich 
flach wiedergegeben. Am Bug befinden sich ein bis 
vier Zweige**. Hinter der zweiten Kabine steht eine 
Standarte, die möglicherweise ein Hafenzeichen ist 
oder auch die Familie oder den Gau des Schiffseigen- 
tümers angeben könnte, manchmal aber auch an 
Göttersymbole historischer Zeit erinnert*^. Nach B. 
Landströms Untersuchungen** muss dieser Schiffstyp 
als Holzkonstruktion angesehen werden, die im ein- 
fachsten Falle aus den Bauteilen Boden und zwei 
Wänden bestand. Schiffe dieser Art kommen auf acht 
der elf Stockholmer Gefasse mit Schiffsdarstellungen 
vor (Kat.nr. 144-151). Ein derartiges^Fahrzeug scheint 
auch auf Kat.nr. 154 gemeint zu sein, wo nur ein 
Schiffskörper ohne Aufbauten und Ruder sehr flüchtig 
skizziert ist. Hinsichtlich der Standarten ist eine 
Besonderheit auf Gefäss Kat.nr. 150 zu vermerken: 
dort sind drei Paar Hörner auf einer Querstange 
abgebildet, welcher Typ bei Petrie nicht verzeichnet 
ist. 

Neben diesem Schiffstyp aus Holz gibt es auch 
Papyrusflösse, die seltener auf der dekorierten Ware, 
dagegen öfter in Felsbildem abgebildet sind. Land- 
ström nimmt weiterhin an*®, dass diese auch in Holz 
übersetzt wurden, was eine eindeutige Bestimmung der 
Gefässbilder erschwert. Entweder Papyrusflösse oder 
Holznachbildungen sind auf den beiden kleinen fast 
identischen Gefössen Kat.nr. 152 und 153 wiederge- 
geben. Der Dekor beider gleicht im ganzen dem einiger 
Gefasse, deren eigentümliche Bemalung als modern 
betrachtet worden ist*^. Die Fahrzeuge sind folgender- 
massen beschaffen: der Schiffskörper ist ähnlich ge- 
bogen wie im Falle der Holzschiffe, an einem Ende 
aber zu einer Spirale aufgeschwungen. Die senkrechte 
Strichelung dürfte die Seile andeuten, mit denen die 
Papyrusbündel zusammengebunden wurden. Ruder 

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fehlen, ln der Mitte erhebt sich ein hoher Stamm mit 
zwei an Zweige oder Fächer erinnernden Wedeln, 
die je eine Hälfte des Fahrzeuges überschatten. An 
den Stamm ist rechts und links je eine Kabine 
ungewöhnlichen Typs gelehnt, in der eine schema- 
tisch wiedergegebene wohl weibliche Gestalt steht, 
eine ähnliche befindet sich auch rechts und links 
ausserhalb der Kabinen. Der Kopf ist als Punkt 
abgebildet, welcher direkt oder über einen den Hals 
andeutenden Strich mit dem als Dreieck stilisierten 
Körper verbunden ist. Gliedmassen fehlen ganz. Es 
muss offen bleiben, ob dieser Dekor genuin oder 
modern ist. Problematisch sind auch die seltsam 
verschlungenen Gebilde auf Kat. nr. 137. 

Manchmal sind Tiere oder menschliche Gestalten 
in den freien Raum oberhalb der Schiffe eingefügt. 
Im Medelhavsmuseet gibt es dafür nur das Gefäss 
Kat.nr. 151 als Beispiel, auf dem oberhalb der Ka- 
binen auf der einen Ansichtsseite eine Frau mit er- 
hobenen Armen, auf der anderen eine ähnliche Frau 
und ein Mann wiedergegeben sind. Ob es sich hier und 
in entsprechenden Fällen um zusammenhängende 
Szenen handelt und welchen Sinn diese haben könnten, 
ist schwierig zu entscheiden. Schiffe haben in Ägypten 
zu allen Zeiten als Verkehrs- und Transportmittel 
sowie auch im Toten- und Götterkult eine hervor- 
ragende Rolle gespielt. Aus Texten historischer Zeit 
ist gut bekannt, dass der Tote mit dem Sonnengott 
im Schiff über den Himmel oder zum Osiriskultort 
Abydos fahren möchte***. Möglicherweise liegt ein 
ähnlicher Sinn schon den Gefässdarstellungen, die ja 
den Toten in dieGräber mitgegeben wurden, zugrunde, 
ohne dass dies jedoch im einzelnen nachgewiesen 
werden könnte. 

Frauen mit erhobenen Armen erscheinen auch auf 
dem Stockholmer Gefäss Kat.nr. 155, das in einem 
Kreis Böcke, einen Flamingo und weibliche Gestalten 
in sehr schöner schwungvoller Malerei zwischen Wel- 
lenlinien und Dreiecksketten aufreiht. Die Frauen sind 
viel sorgfältiger und differenzierter wiedergegeben als 
in den meisten anderen Fällen. Unterhalb des langen 
Gewandes sind beide Füsse im Profil abgebildet, 
während sonst meist nur ein auf der Spitze stehendes 
Dreieck ganz schematisch Unterkörper und Beine 
andeutet. In den Kulturen Negade 1 und 11 erscheinen 
Frauen mit ähnlicher Haltung sowohl in der Rund- 
plastik als auch in der Gefässmalerei und da be- 
sonders auf der dekorierten Ware*^. Der Gestus mit 
der charakteristischen Armhaltung kann als Tanz^** 
gedeutet werden, was dadurch gestützt wird, dass 

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manchmal Männer mit Klapperinstrumenten neben den 
Frauen abgebildet sind. Auf dem einzigen Stockholmer 
Gefass, das Männer und Frauen zusammen zeigt (Kat.- 
nr. 151), ist der Mann im Profil mit angewinkehen 
Armen ohne Instrument vor einer Tanzenden wieder- 
gegeben. Ob mit der Frau ein göttliches Wesen, 
möglicherweise eine Vorform der Hathor gemeint ist. 
ist offen*'. Die Armhaltung ist auch als Klage- oder 
Schutzgestus aufgefasst worden**. Das braucht nicht 
im Widerspruch zur Deutung als Tanz zu stehen, da 
klagende oder schützende Gebärden ja tänzerisch auv 
geformt werden können. Sie gehörten ihrem Sinne 
nach zu Tod und Begräbnis. Stattdessen kann abet 
auch an den Tanz als Erfreuung und an die Bildci 
als magische Mittel zur Wiederholung irdischer Phäno 
mene im Jenseits gedacht werden. 

Ein weiteres dem Stil und der Komposition dd 
Dekors nach einzigartiges Gefäss der Stockholmd 
Sammlung sei noch besonders erwähnt. Es ist da| 
Wellenhenkelgefäss Kat.nr. 154, das in flüchtig^ 
Malweise vier Motive lose über den Gefasskörp^ 
verstreut trägt, einen Bock, wohl einen Schiffskörp« 
ohne Ruder und Aufbauten, einen Flamingo und eind 
Mann. 

Weiterhin erscheint ab SD 46 eine Vogelart iCorpti 
41 M), die man erst als Strauss, dann als Flamin^ 
identifiziert hat** und die meist in Gruppen auftriil 
Der Körper ist gewöhnlich ganz mit Farbe ausgeß^ 
und nur sehr selten gestrichelt. Diese Vögel sind ai 
vier Stockholmer Gefässen abgebildet: auf Kat.d 
142 und 143 umziehen sie das ganze Gefass, auf Ij 
und 155 ist nur je einer wiedergegeben, der cnl 
mit zwei extra gezeichneten Federn oder der Andel 
tung eines Flügels, was auch auf Corpus 43 C 
kommt. I 

Neu sind ferner Reihen von mit Farbe geftilH 
Dreiecken {Corpus 54 ff.), die als Berge angesel^ 
worden sind, so dass manchmal ganze Landschaft 
wiedergegeben sein könnten*^. Diese naturalistisd 
Deutung ist jedoch nicht völlig sicher. Vandid 
bezeichnet die Dreiecke als Überbleibsel aus Negd 
I, wo sie aber gestrichelt waren. Diese ,, Berge*' ^ 
sammen mit Wellenlinien allein erscheinen auf ^ 
Gefässen Kat.nr. 136 und 137. Sonst sind i 
Dreiecke im Zusammenhang mit Vögeln (Katj 
142 und 143: da auch Wellen) sowie mit Fraid 
Antilopen und einem Vogel (Kat.nr. 155) wiedl 
gegeben. | 

Einige merkwürdige nicht sicher deutbare Zeidl 
sind die folgenden: ein Gebilde, das als Schild 


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iegel angesehen worden ist^ und das auf Kat.nr. 
48 und 150 vorkommt, und Zeichen wie S, Z, N 
i.ä., in denen man fliegende Vögel sehen wollte, was 
!doch unsicher ist*^. 

Alle diese naturalistischen Motive nehmen um SD 
0 ab und verschwinden ganz mit SD 63. Neue 
ypen erscheinen, z.B. bauchige Gefasse mit einem 
meren Rand als Halt für einen Deckel (Corpus 74: 
D 64/65-77/80), ausserdem grosse Krüge mit grob 
szeichneten Tierfiguren (Corpus 78 B:ab SD 60) und 
!:hliesslich mit konunaartigen Strichen (Corpus 66 
-P:ab SD 69)". Diese letzte Gruppe ist im Medel- 
avsmuseet durch die Exemplare Kat.nr. 116-119 
Bftretcn. 

Für die formentypologische Einofdnung ist hier 
andiers im Manuel vorgenommene Klassifizierung 
igninde gelegt worden". Diese unterscheidet drei 
aupttypen: herzförmig (cordiforme, cf. Corpus 16 
), sphärisch (sphirique, cf. Corpus 61 A) und läng- 
* {albnge, cf. Corpus 26 B), was seltener ist. Die 
»den ersten Typen bilden mit 58 bzw. 48 den grössten 
nteil der Stockholmer Sammlung. Dazu kommen 
vei der seltenen länglichen Gefösse (Kat.nr. 104: 
Dglich-bauchig, Kat.nr. 105), 5 der ebenfalls seltenen 
^iden (Corpus 26 A; Katn.nr. 44, 54, 88, 109, 125), 
dekorierte Wellenhenkelgefässe (Kat.nr. 48, 100, 
>1, 102, 103 mit zwei Schnurösen ausserdem, 129, 
6, 154), 3 der seltenen Deckelgefassc^®, jedoch nur 
OS mit einem erhaltenen Deckel (Kat.nr. 115, 137; 

0 mit Deckel), 2 Zwillingsgefösse^* (Kat.nr. 6, 146), 
dcher Typ häufiger in Negade 1 vorkommt, eine 
enfalls aus Negade 1 besser bekannte offene Schale 
at.nr. 114), dazu ein kleines becherförmiges Gefäss 
at.nr. 113) und eins mit abgesetztem Fuss (Kat.nr. 
)^. Möglicherweise könnte noch ein vierter Haupt- 
} ausgesondert werden; es handelt sich dabei um 
luminöse Gefasse mit rundem Rand und ebener 
mdfläche, oft ohne Henkel (Corpus 26 G), die hier 

„bauchig*' bezeichnet werden und mit 26 Exem- 
iren vertreten sind (Kat.nr. 132, 139, 143, 149 und 

1 haben Henkel). 

^ den Henkeb ist zu bemerken, dass die meisten 
zförmigen und sphärischen Gefasse zwei breite 
agerechte durchbohrte oder auch nur angebohrte 
tmurösen aufweisen. Zwei sphärische Gefasse - 
Inr. 31 und 56 - haben ausser diesen Ösen noch 
ei Griffe, wofür es ein Vergleichsstück aus Gebelein 
t^. Häufiger sind Gefasse mit Wellenhenkeln (Kat. 
48, 100, 101, 102, 129, 136, 154), während es für 
ei Schnurösen und zwei Wellenhenkel nur ein 

luUetin 10 1975 


Beispiel (Kat.nr. 103) in der Sammlung des Medel- 
havsmuseet gibt^. Einige Stücke sind mit drei schma- 
len waagerecht durchbohrten Schnurösen versehen'^ 
(Kat.nr. 53, 139, 143, 149) bzw. mit zwei solchen 
(Kat. nr. 108). ln einem Fall sind diese Ösen nicht 
durchbohrt (Kat.nr. 155). Auf eine. Eigentümlichkeit, 
die bisher nicht dokumentiert zu sein scheint, sei noch 
aufmerksam gemacht: das bauchige Gefass Kat.nr. 132 
hat zwei breite waagerechte Griffe, von denen jeder 
zwei senkrecht gebohrte Löcher aufweist. Das kleine 
sphärische Gefäss Kat.nr. 112 ist mit ebenfeüls 
senkrecht durchbohrten schmalen Ösen versehen, 
während Kat.nr. 138 ziemlich breite waagerechte 
Henkel mit senkrechter Durchbohrung hat. 

Die Herstellung von Tongefössen ist von A. Lucas" 
ausführlich beschrieben worden. Bei der Fabrücation 
von dekorierter Negade Il-Ware wurde nicht Nil- 
schlamm verwandt, sondern ein Wüstenprodukt, 
bestehend aus sehr feinem Ton und sehr feinem 
Kalziumkarbonat. Vorkommen vor allem in Ober-, 
aber auch in Mittelägypten sind bekannt. Aus diesem 
Material wurden Gefässe mit der Hand geformt. 
Möglicherweise hatte man auch eine Matte auf dem 
Boden, die rotieren konnte. Darüber, ob schon eine 
langsame handbewegte Töpferscheibe in Gebrauch 
war, herrschen verschiedene Ansichten^^. Die Hälse 
einiger Gefässe sehen so aus, als ob sie gesondert 
gedreht und dann eingesetzt worden seien (cf. Kat.nr. 
59, 105, 106, 107, 109, 111, 116, 117, 118, 120, 121, 
122, 123, 125, 126, 127, 130, 132, 133, 134, 135), doch 
reichte hierzu vielleicht die rotierende Matte. Sobald 
ein Gefäss fertig geformt war, wurde es oft mit der 
nassen Hand geglättet, was manchmal den Eindruck 
erweckt, als sei ein Slip aus feinem Ton aufgetragen 
worden. Ein Slip, d.h. ein Überzug aus einer Ton- 
Wasser-Mischung mit oder ohne Pigment, wird jedoch 
erst aufgetragen, wenn das Gefäss lederhart getrocknet 
ist. Dasselbe gilt für das Anbringen eines Farbüber- 
zuges (wash), der aus einer Pigment-Wasser-Lösung 
besteht. Am fertigen gebrannten Geföss ist oft 
schwer zu unterscheiden, welche der drei Arten der 
Oberflächenbehandlung - Glätten, Slip oder Farbüber- 
zug - angewandt worden ist. 

Die Farbe der dekorierten Negade Il-Ware ist 
graubeige oder rötlich. Dieser Unterschied in der 
Färbung beruht wahrscheinlich nur auf Temperatur- 
unterschieden bei der Brennung. Um eine graue 
Nuance zu erzielen, ist eine Temperatur von etwa 
1000'’ Celsius notwendig, während 500-600'’ reichen, 
um ein Tongefäss wasserundurchlässig zu machen. 

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Die graubeige Farbe scheint die beliebtere gewesen 
zu sein, da in einigen Fällen ein heller Slip auf den 
rötlichen Ton au^etragen worden ist. Dies scheint 
bei den Gefässen Kat.nr. 3, 8, 12, 18, 20, 21, 25, 30, 
37, 41, 48, 52, 60, 61, 66, 69, 71, 110, 120, 125, 126, 
128, 133, 148, 152, 153 der Fall zu sein. Ein solcher 
Slip bot, ausser dass er dem Gefäss grössere Dichte 
verlieh, einen ausgezeichneten Malgrund, von dem 
sich der vor dem Brennen angebrachte Dekor in rot- 
braunem Eisenoxyd deutlicher abhob als von einem 
rötlichen Grund. Es ist deshalb die Vermutung geäus- 
sert worden^, dass fast alle dekorierten Negade 11- 
Gefässe mit einem hellen Überzug versehen gewesen 
seien, der sich beim Reinigen im Wasser au^elöst 
habe und deshalb heute in vielen Fällen verschwunden 
sei. Dies möchte man gern för z.B. Kat.nr. 154 an- 
nehmen, dessen kräftig rote Grundfeu'be die Malereien 
kaum bervortreten lässt. 

Eine weitere Art der Oberflächenbehandlung, die 
bei Kat.nr. 13, 18, 20, 27, 36, 57, 58, 68, 73, 98, 100, 
119, 129, 136, 142, 143, 144 angewandt worden ist^, 
ist Polieren. Ein Gefass mit oder ohne Farbuberzug 
kann, kurz bevor es ganz trocken ist, mit einem 
glatten Stein o.ä. poliert werden, wodurch sich die 
Farbe ändert. Wird es dann noch gebrannt, so ist die 
Oberfläche soviel dunkler als der Bruch, dass man 
auch hier wieder an einen Slip denken könnte, obwohl 
das Polieren allein die Veränderung bewirkt haben 
kann. 

Die Negade 11-Kultur hat sich weiter als irgend eine 

* Vgl. etwa Wolf, Die Kunst Ägyptens, 29 ff. und vor allem 
Gebser, Ursprung und Gegenwart*, 55 ff., 71 ff. 

* Brunton, Mostagedda, pl. XXXII 6: 1611«pl. XXXV 14 
(Kat.nr. 139) und pl. XXXU 6: 221-pl. XXXV 17 (Kat.nr. 
148), ausserdem Kat.nr. 81, das nicht abgebddet ist. 

* Petrie, Diospolis parva, 4 ff.; idem, Prehistoric Egypt, 
3 ff. Zur Revision cf. Kaiser, Stand und Probleme der 
ägyptischen Vorgeschichtsforscbung; idem. Zur inneren 
Chronologie der Naqadakultur. 

* Petrie, Prehistoric Egypt, 16; Vandier, Manuel I, 330 f. 
führt Beispiele für Stilmischungen an. 

*Mond-Myers, Armant 1, 49 ff. geben eine gegenüber 
Petrie bedeutend fundiertere Typologie mit dem Material als 
erstem Kriterium. Siehe auch Lucas, Materials^, 383. 

* Cf. Mond-Myers, op.cit., 51. 

^Zu Petries Inkonsequenz, nur die bemalte Negade II- 
Keramik als ,4ecorated wäre** zu bezeichnen, die der 
Negade 1 -Kultur dagegen als ,, white crossdined** cf. Pect, 
The Classification of Egyptian Pottery. Willkürlich ist auch 

10 


andere der prähistorischen Kulturen Ägyptens ausgej 
dehnt, ihr Ausbreitungsgebiet reicht bis Unterägyptei^ 
im Norden und bis Untemubien im Süden. Siedlungen 
sind nur wenige ausreichend untersucht, Friedhöfi 
dagegen in grosser Anzahl bekannt. Die rekherefi 
Gräber sind bereits rechteckig, die ärmeren nod^ 
rund*^. Zu den kostbaren Stöcken derGrabausrüstuni 
gehören die rotdekorierten Gefässe. G. Möller** be^ 
merkt, dass sie sich in Abusir el-Meleq meist in de^ 
Nähe der Hände des Toten unter den Toilettengtgen^ 
ständen befunden hätten, was vielleicht auf ihren Vcr^ 
wendungszweck deutet, ln Bruntons Bemerkungen 
zum Inhalt der Keramik, die er in Gräbern gefunden 
hat", Anden sich für die dekorierte Ware folgend^ 
Angaben: Schlanun, ein fettiger Stoff, Reste von viclj 
leicht Bier und Brei, rosafarbene und harzartig^ 
Sedimente, dazu ein aromatischer Geruch sind fest^ 
gestellt worden, die auf Gaben für den persönlichen 
Gebrauch des Toten im Jenseits deuten. I 

I 

Aus der Erde, aus dem Innern der Gräber sind diesn 
Schöpfungen früher Menschheit wieder ans Tageslicht 
getreten. Ihre Bilder begegnen uns nach Jahrtausendett 
mit derseß>en Spannung und Kraft, aus welcher sie 
geschaffen sind. Im Jetzt erscheinen aus der Ver-| 
gangenheh die in einem ewigen Tanz sich bewegende^ 
Frauen, ziehen die Reiben der Vögel und Böcke, einsti 
erste Zeichen nach Ausdruck und Selbsterkenntnis 
strebender Menschen, heute immer präsente Eriih 
nerungsbilder unserer eigenen Geschichte. 


seine Einteilung der Wellenhenkelgefässe, die, wenn sie ein 
Netzmuster tragen, zu ,,wavy handled** gerechnet sind, wenn 
sie dagegen anders dekoriert sind, zu ^4ecorated** gezähti 
werden; Prehistoric Egypt Corpus, pl. XXX-XXXI. 

* Scharff, Altertümer I, 142; dort auch seine Unterscheidung 
der figürlichen Darstellungen beider Kulturen. 

* Op.cit., Decorated wäre, pl. XXXl-XXXVü und idemj 
Prehistoric Egypt, 16 ff. 

** Kaiser, Stand und Probleme, 95. 

** Zur Diskussion der Theorien cf. Ward, Relations be- 
tween Egypt and Mesopotamia. 

**Zur Frage der Steinimitationen cf. Petrie, Prehistoric 
Egypt, 17; Möller, Abusir el-Meleq, 20; Scharff, op.cit., 
143; Baumgartel, Cultures I, 86 ff.; Vandier, op.dt., 332 f. 

** Petrie, Prehistoric Egypt, 17; Vandier, op.cit., 344. 

*^Zur Diskussion der verschiedenen Interpretationen cf. 
Vandier, op.cit., 334; zur symbolischen Bedeutung Thausing, 
Das Symbol der Spirale im alten Ägypten. 

** Petrie. Prehistoric Egypt, 17. j 


I 


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Cf. Schaiff, op.cit, 153; Baumgartel, op.ch. I, 88. 

Scharff, 153 und Taf. 34 Nr. 342. 

Zur Aloe cf. Petrie, Prehistoric Egypt, 18; Vandier, op dt., 
MfT. Zur Banane: Laurent-Täckholm, The Plant of Naqada, 
ad Larsen, On a Detail of the Naqada Plant. 

Baumann, Bemerkungen zur kultisch-mythischen Bedeu- 
ng der Aloe in Afrika. 

Gegen die Deutung als Schmetteiling vor allem Keimer, 
mddoques en forme d'insectes. Cf. auch Vandier, op.cit., 
14 ff. 

Vandier, op.pit., 336. Antilopenarten sind schon aus 
egade IDarsteUungen bekannt. 

Zu älteren Deutungen cf. Vandier, op.cit., 336 ff. Zu 
;yptischen Schiffen allgemein: Landström, Ships of the 
tnraohs. Zu Schiffs- und Figurendaistellungen im Ver- 
eich mit dem dekorierten Grab von Hierakonpolis cf. 
antor, The Final Phase of Predynastic Culture. 

Cf. Petrie, Prehistoric Egypt, 19 zur Klassifizierung und 
inordnung ins SD-System. 

Petrie, op.cit., 19 f. und pl. XXIII. Vandier, op.cit., 340 f. 
M die Schwierigkeiten und Unsicherheiten der Deutungen 
JTvor. 

Landström, op.cit., 11 ff. 

Ibkl., 19. 

Bnmton, Modem Painting on Predynastic Pots. 

Cf. Otto, Ägypten*, 28 f. 

Needler, Six Predynastic Human Figures in the Royal 
ntario Museum. 

So z.B. Brunner-Traut, Der Tanz im alten Ägypten, 1 1 f. 
Murray, Burial Customs and Beliefs in the Hereafter in 
redynastic Egypt. 


** Brunner-Traut, op.cit., 11: Klagegestus. Homblower, 
Predynastic Figures of Women and their Successors, denkt 
an einen mütterlichen Schutzgestus. Baumgartel, op.cit., II, 
71 sieht in den Plastiken Exvotos an eine Fruchtbarkeits- 
göttin, die auch im Jenseits Nachkommen gewähren sollte. 

** Vandier, op.cit., 342 f. 

** Petrie, Diospolis parva, 16. 

** Vandier, op.cit., 343 f. 

»Mbid.,346f. 

»» Ibid., 347. 

•* Petrie, Prehistoric Egypt, 17. 

** Vandier, op.cit., 332. Cf. auch Frankfort, Studies I, % mit 
vier Klassen. 

^®Cf. Scharff, op.cit., 144. 

Vandier, op.cit., 332. 

Dieser Typ ist ohne Bemalung aus Matmar bekannt: 
Brunton, Matmar, pl. XII, nr. 21. 

^ de Morgan, L*äge de la pierre, pl. VIII nr. 2. 

Cf. Petrie, Prehistoric Egypt Corpus, 2D, K, S; 13 D. 
Petrie, op.cit., 59 C, P. Diese Schnurösen werden von 
Baumgartel, op.cit., 1, 71 ff. von Susa heigeleitet, sie kommen 
auch in Mesopotamien und Palästina vor. 

^ Lucas, op.cit., 367 ff. 

^ Baumgartel, Predynastic Egypt, 28; Mond^yers, op.cit., 
167 und 177 ff. 

^Cf. Lucas, op.cit., 383 zur Diskussion der verschiedenen 
Ansichten. 

^ Möller, op.cit., Taf. 12 Nr. 35 und S. 22. 

** Baumgartel, Predynastic Egypt, 21 ff. 

Möller, op.cit., 21. 

** Brunton, Mostagedda, 84 f.; idem, Matmar, 18. 


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II 


Zitierte Literatur 


H. Baumann, Bemerkungen zur kultisch-mythischen Bedeu- 
tung der Aloe in Afrika, Mitteilungen der anthropolo- 
gischen Gesellschttft in Wien 100, Wien 1970, 243 ff. 

E. J. Baumgartel, The Cultures of Prehistoric Egypt, I: 
Oxford 1947; II: Oxford 1960. 

eadem, Predynastic Egypt, Cambridge Ancient History*, 
Vol. 1, Chapter IX, Cambridge 1965. 

E. Brunner-Traut, Der Tanz im alten Ägypten, Glöckstadt 
1958. 

G. hrtmioti, Mostagedda, London 1937. 

idem, Matmar, London 1948. 

idem, Modem Painting on Predynastic Pots, AS AE 34, 1934, 
149 ff. 

idem et al., Qau andBadari 1, London 1927. 

G. Brunton/G. Caton-Thompson, The Badarian Civilisation, 
London 1928. 

J. Capart, Les dibuts de Vart en £gypte, Bruxelles 1904. 

Egyptiska museet Stockholm, Stockholm 1930. 

H. Frankfort, Studies in Early Pottery of the Near East 
1, London 1924. 

J. Garstang, Mahasna and Bet Khallqf, London 1902. 

J. Gebser, Ursprung und Gegenwart^, Stuttgart 1966. 

G. D. Homblower, Predynastic Figures of Women and their 
Successors,7£/4 15, 1929, 29 ff. 

W. Kaiser, Stand und Probleme der ägyptischen Vorge- 
scluchtsforschung, ZÄS 81, 1956, 87 ff. 

idem. Zur inneren Chronologie der Naqadakultur, Archaeo- 
logia geographica 5/6, 1956/57, 69 ff. 

H. Kantor, The Final Phase of Predynastic Culture, Gerzean 
or Semainean?7Ar£5 3, 1944, 110 ff. 

L. Keimer, Pendeloques en forme d*insectes faisant partie 
de Colliers 6gyptiens, ASAE 34, 1934, 177 ff. 

B. Landström, Ships of the Pharaohs, London 1970. 

H. Larsen, On a Detail of the Naqada Plant, ASAE 54, 1957, 
239 ff. 

V. Laurent-Täckholm, The Plant of Naqada, ASAE 51, 
1951, 299 ff. 

A. Lucas, Ancient Egyptian Materials and Industries*, 
London I%2. 


L. Lundkvist-Husberg/H. Lundkvbt, Keramik som Hobby, 
Uppsala 1955. 

Medelhavsmuseet, Vägen tili evigheten, sex tusen är egypösi 
honst, Stockholm 1973. 

G. Möller, Die archäologischen Ergebnisse des vorge 
schichdichen Gräberfeldes von Abusir el-Meleq, Leipzi| 
1926. 

R. Mond-O. H. Myers, Cemeteries of Armant I, Loodoi 
1937. 

J. de Morgan, Recherches sur les origines de TEgypte, 
Väge de la pierre et les mitaux, Paris 1896. 

M. Murray, Burial Customs and Beliefs in the Herealter i 
Predynastic Egypt, 42, 1956, 86 ff. 

W. Needicr, Six Predynastic Human Figures in the Royd 
Ontario Museum, 5, 1966, 11 ff. 

E. O\xo, Ägypten^, Stuttgart 1958. 

T. E. Peet, the Classification of Egyptian Pottery, JEA 19, 
1933, 62 ff. 

W. M. F. Petrie, Prehistoric Egypt Corpus, London 1921. 

idem, Prehistoric Egypt, London 1920. 

idem, Diospolis parva, London 1901. 

idem, Tarkhan //, London 1914. 

W. M. F. Petrie-J. E. Quibell, Naqada and Bailas, Londoi 
1896. 

D. Randall^adver/A. C. Mace, El Amrah and Abyda 
1899-1901, London 1902. 

A. Scharff, Die Altertümer der Vor- und Frühzeit Ägyptens li 
Beriin 1931. 

G. Thausing, Das Symbol der Spirale im alten Ägyixei^ 
WZKM 56, 1960, 241 ff. 

J. Vandier, Manuel d'archbologie egyptienne 1, Parts 1952. 

S. V. Wängstedt, Egyptiskt konsthantverk, Vär konst 
1960, Stockholm 1962. 

W. Ward, Relations between Egypt and Mesopotamia frol 
Prehistoric Times to the End of the Middle Kingdoat 
Journal of Economic and Social History of the Oritd 
Vn, 1964 . 

W. Wolf, Die Kunst Ägyptens, Stuttgart 1957. 


12 


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Katalog 


Jede Katalogangabe umfasst fünf Punkte: 

1. Katalognummer, Inventamummer, sofern bekannt 
den Herkunftsort und die Masse, wobei H die 
Höhe, ÄD den grössten äusseren Durchmesser des 
Gefasskörpers, ÖD den inneren Durchmesser der 
Öffnung und StD den Durchmesser der Standfläche 
bezeichnet. 

2. Erhaltungszustand und Farbe des Materials. 

3. Beschreibung der Form des Gefasskörpers, von 
Henkeln, Rand und Standfläche. 

4. Beschreibung des Dekors. 

5. Einordnung anhand von Petries Corpus mit seinen 
,jsequence dates"" sowie anhand anderer Publika- 
tionen prähistorischer Grabungen. 


Spiralen Nr. 1-35 

Steinimitationen Nr. 36-60 
Wellenlinien Nr. 61-135 
Figuraler Dekor Nr. 136-155 


13 


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1. MM 18793: H 8.3. AD 6.2. ÖD 3. StD 2.1 cm 

Eine Schnuröse mitsamt der Partie unterhalb von ihr 
ist noodem ergänzt, ebenso ein Stück unterhalb der 
anderen Öse und im Rand. Abgegriffene Oberfläche. 
Beige-brauner Ton. 

Herzförmig. Zwei waagerechte durchbohrte Schnur- 
ösen - eine davon modern - gerader Rand, unebene 
kleine Standfläche. 

Die beiden Hauptansichtsflächen tragen je eine 
grosse Spirale. Vom Rand ausgehend über die eine 
Öse, über den Gefässboden und die andere Öse 
laufen drei parallele Wellenlinien zu der gegenüber- 
liegenden Stelle am Rand. Dieser trägt Reste von 
Bemalung. 

Cf. etwa Corpus 31 A-G (nach Petrie, Prehistoric 
IS: SD 40-45), die jedoch abweichende Wel- 
lenmuster aufweisen. 


2. MM 18862:H7,7,ÄD6,l,ÖD2,75-2,9,SlDl,8cn 

Beschädigter Rand, stellenweise stark korrodienc 
Gefassoberfläche. Beige-brauner Ton. 

Herzförmig. Zwei breite waagerechte durchbohrte 
Schnurösen, gerader Rand, unebene Standfläche. 

Zwei grosse Spiralen bedecken die AnsichtsseHn 
zwischen den Henkeln; vom Rand an bis auf diese snid 
waagerechte Wellenlinien gemalt. Unter einem Henkel 
beginneiKl läuft eine senkrechte Linie über dk 
Standfläche bis unter den andern Henkel. Farbspurd 
finden sich auf dem Rand. 

Corpus 31 G (nach Petrie, Prehistoric Egypt, 18 
SD 40-45) kommt am nächsten, das jedoch woÜ 
grösser und etwas reicher dekoriert ist. 



14 


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. MM 18 860: H 1 1,7, ÄD 8,8, ÖD 4,35-4,5, StD 1 cm 


4. MM 18 861: H 10,9, ÄD 7, ÖD 3,7-3,9, StD 1 cm 


itakt. Stark korrodierte Gefässoberfläche. Roter Ton, 
»scheinend mit stellenweise erhaltenem hellerem 
fberzug. 

Herzförmig, fast ovoid. Zwei breite waagerechte 
jrchbohrte Schnurösen, gerader Rand, unebene 
tandfläche. 

Je eine grosse Spirale füllt die Vorder- und die 
uckseite zwischen den Henkeln aus. Von Rand zu 
and über die Henkel und die Standfläche ziehen sich 
irze waagerechte Wellenlinien, die nur noch teil- 
eise erhalten sind. Der Rand trägt Spuren von 
Mizentrischen Wellenlinien. 

Corpus 31 A (SD 47-48) und B (SD 40-45). Zum 
berzug cf. Lucas, Materials^^ 383 und die dort 
tierte Literatur. 


Drei Herausschläge im Rand. Beige-brauner Ton. 

Herzförmig, fast ovoid. Zwei breite waagerechte 
durchbohrte Schnurösen, gerader Rand, unebene 
Standfläche. 

Zwei grosse Spiralen bedecken die Ansichtsseiten 
zwischen den Henkeln, eine weitere beginnt auf der 
Standfläche und umläuft den Fuss. Vom Rand aus bis 
auf jeden Henkel sind je drei waagerechte Wellen- 
linien gemalt, unter den Henkeln ziehen sich je vier 
senkrechte gegen den Fuss. Der Rand trägt eine 
kreisförmige Wellenlinie. 

Corpus 31 G, nach Petrie, Prehistoric Egypt, 18: 
SD 40-45. 




15 


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5. MM 10 288: H 14,3, AD 10,5, ÖD 5,3-5,45, StD 
2.7 cm 

Intakt bis auf leichte Obeiflächenabschörfungen. 
Beige-brauner T on . 

Herzförmig. Zwei breite waagerechte durchbohrte 
Schnurösen, gerader Rand, unebene Standfläche. 

Vorder- und Rückseite zwischen den Henkeln sind 
mit je einer grossen Spirale ausgefüllt. Vom Rand 
aus über beide Henkel und die Standfläche laufen 
waagerechte Wellenlinien. Der Rand ist mit zu ihm 
senkrecht stehenden Wellenlinien bemalt. 

Corpus 31 A (SD 47. 48) und B (SD 40-45). 


6. MM 18 863: H 8.6, ÄD 5.7. ÖD 3-3,25, SiD 2.75 ciB 

Ursprünglich ein Zwillingsgeföss, eins ist jedoch 
vollständig abgeschlagen. Moderne Gipsreparatur M 
Rand. Beige-brauner Ton. 

Herzförmig. Eine breite waagerechte durchbohr« 
Schnuröse, gerader Rand, unebene Standfläche. 

Je eine Spirale bedeckt die Ansichtsflächen, ei« 
weitere beginnt auf der Standfläche und zieht sich i« 
den Fuss. Vom Rand an bis über die Schnuröse sni 
zehn waagerechte Wellenlinien gemalt, unter der Ö« 
gehen fünf senkrechte gegen den Fuss hin. Senkrechil 
Wellenlinien laufen auch um die AnsatzsteOe dd 
zweiten Gefässes. 

Zwillingsgefasse sind Corpus 33 A und B, die jedod 
einfacher dekoriert sind. Im Dekor kommt 31 G (nad 
Pctrie, Prehistoric Egypt, 18: SD 40-45) am nächstes 
Zwillingsgefasse sind in Negade I häufiger als i 
Negade II. 



16 


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MM 10 294; H 13, ÄD 8,6, ÖD 4,65, SO 2,8 cm 

:akt bis auf leichte Beschädigungen am Rand, 
ige-brauner Ton. 

[herzförmig. Zwei breite waagerechte durchbohrte 
[inurösen, gerader Rand, unebene Standfläche. 
Viehrere Spiralen bedecken Gefassoberfläche und 
indfläche. Wellenlinien sind waagerecht über die 
nkel, schräg zwischen die Spiralen und kon- 
itrisch auf den Rand gemalt. 

7orpus 32 L kommt am nächsten, nach Petrie, 
•hisforic Egypt, 18: etwa SD 58-63; besser noch: 
iinton/Caton-Thompson, Badarian CivUisation, pl. 
[XIX 31 T (SD 40-52). 


8. MM 18859: H 13,3, ÄD 8,3, ÖD 4,8-5,05, StD 
2,3-2,6 cm 

Intakt. Rötlicher Ton mit hellerem Überzug. 

Herzförmig. Zwei breite waagerechte durchbohrte 
Schnurösen, gerader Rand, unebene Standfläche. 

Mehrere Spiralen bedecken Gefässkörper und Stand- 
fläche, dazwischen sind an zwei Stellen waagerechte 
Wellenlinien gezeichnet, die auch über einen Henkel 
laufen. Der Rand trägt ein Rhombenmuster. 

Corpus 32 L (nach Petrie, Prehistoric Egypt, 18: 
etwa SD 58-63) kommt am nächsten; besser noch 
lässt sich vergleichen: Bninton/Caton-Thompson, 
Badarian CivUisation, pl. XXXIX 31 T (SD 40-52). 
Zum Überzug cf. Lucas, Materials^, 383 und die dort 
zitierte Literatur. 



tuUetin tO 1975 


17 


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9. MM 14 713: H 11,5, ÄD 8.9, ÖD 3.15-3,25, SiD 
2,15 cm 

Herausschläge im Rand, modern geklebte Sprünge. 
Rötlicher Ton mit stellenweise hellem Belag. 

Unregelmässig herzförmig. Zwei breite waagerechte 
durchbohrte Schnurösen, gerader Rand, unebene 
Standfläche. 

Mehrere Spiralen mit eingestreuten Wellenlinien be- 
decken den Gefasskörper. Waagerechte Wellenlinien 
sind unter und auf den Rand sowie auf die Henkel 
gemalt. 

Corpus 32 L, nach Petrie, Prehistoric Egypt, 18: 
etwa SD 58-63. 


10. MM 18 858: H 18,9, ÄD 14,7, ÖD 6,9-7.3, Stf) 
5,1 cm 

Der ganze untere Gefässteil war abgeschlagen und ist, 
soweit die Scherben noch vorhanden waren, modern 
zusammengeklebt; sieben Löcher sind geblieben. 
Beige-brauner Ton. 

Herzförmig. Zwei breite waagerechte durchbofand 
Schnurösen, gerader Rand, unebene Standfläche. 

Grosse Spiralen bedecken den ganzen GefösskörperJ 
Über die Henkel laufen waagerechte Wellenlinieiu 
zwei schräge sind auch zwischen die Spiralen gemalt. 
Den Rand umziehen zu ihm parallele WeHenlinkn^ 
abschnitte. 

Corpus 35 B (SD 46-52, 59) und N (nach Petrie] 
Prehistoric Egypt, 18: etwa SD 58-63) sind ent- 
sprechend. 



18 


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1. MM 10295: H 18,4, ÄD 13,8, ÖD 7,45, StD 6,2 cm 

dichte Beschädigungen am Rand und in der Gefass- 
berfläche. Beige-brauner Ton. 

Herzförmig. Zwei breite waagerechte angebohrte 
chnurösen, gerader Rand, unebene Standfläche. 

Der Gefasskörper und die Standfläche sind mit 
piralen und eingestreuten Wellenlinien bemalt, 
eiche letzten sich auch in waagerechter Richtung 
btT die Henkel bis zum Rand ziehen. Dieser trägt 
^ei konzentrische Wellenkreise. 

Vgl. Corpus 32 L oder auch das grössere Gefäss 
5 N, nach Petrie, Prehistoric Egypt, 18: beide etwa 
D 58-63. Früher abgebildet in Egyptiska museet 
\ockholm, Taf. 2 links. 


12. MM 18 864: H 8,7, ÄD 6,9, ÖD 3,65, StD 2,5 cm 

Das Gefäss war zerbrochen und ist modern zusam- 
mengeklebt. Löcher im Gefasskörper und Henkel sind 
modern gefüllt. Rötlicher Ton mit hellerem Überzug. 

Herzförmig. Zwei breite waagerechte durchbohrte 
Schnurösen, gerader Rand, unebene Standfläche. 

Gefasskörper, Henkel und Standfläche sind ‘mit 
vielen kleinen Spiralen bedeckt, am Hals sind ein paar 
senkrechte Wellenlinien eingestreut. Solche sind auch 
auf den Rand gemalt. 

Corpus 31 S, nach Petrie, Prehistoric Egypt, 18: 
SD 40-45. Zum Überzug cf. Lucas, Materials*^ 3S3 
und die dort zitierte Literatur. 



19 


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13. MM 18 857: H 5,8, ÄD 6,8, ÖD 2.6 cm 


14. MM 14714: H 5.9. ÄD 7,4, ÖD 3,7 cm 


Herausschläge im Rand und an einem Henkel. Roter 
Ton, stellenweise glänzend. 

Sphärisch. Zwei breite waagerechte durchbohrte 
Schnurösen, leicht nach innen abgeschrägter Rand. 

Zwei grosse Spiralen bedecken die Flächen zwi- 
schen den Henkeln, drei kleine sind bei den Henkeln 
eingefugt. Diese sind mit waagerechten Linien bemalt, 
die bis zum Hals des Gefässes hinaufineichen. Auch 
der leicht gewölbte Boden ist mit ähnlichen Linien 
bemalt. Der Rand trägt ein Strichmuster. 

Der Form nach steht Corpus 67 L (nach Petrie, 
Prehistoric Egypt, 18: etwa SD 46-58) am nächsten, 
das aber im Dekor etwas abweicht. Zur Politur cf. 
Lucas, Materials*, 370 f. und Möller, Abusir el-Meleq, 
22undTaf. 12. 35. 


Herausschlag und Korrosion am Rand; kleine 
Schädigung an einem Henkel und an einer Steile 
Ge&sskörpers. Hellgrauer Ton. 

Sphärisch. Zwei breite waagerechte durchbohrtt 
Schnurösen, gerader Rand. 

Spiralen bedecken den Gefasskörper, waagereefak 
Wellenlinien gehen vom Hals über die Henkel. ResM 
kreisförmiger Wellenlinien finden sich auf dem Rand. 

Vgl. Corpus 67 L, das nach Petrie, Frehistork, 
IS von SD 46-58 belegt ist. 


Ä-ff 





. MM 18856: H 6,9, ÄD 8.3, ÖD 3,8 cm 

(Schädigungen am Rand, z.T. Abplatzungen in der 
^ässoberfläche. Rötlicher, stellenweise grauer Ton. 
Sphärisch. Zwei breite waagerechte durchbohrte 
hnurösen, gerader Rand. 

Mehrere Spiralen mit einzelnen Wellenlinien da- 
Ischen bedecken den Gefasskörper. Waagerechte 
^llenlinien gehen vom Rand bis über die Henkel, 
r Rand trägt Spuren eines kreisförmigen Wellen- 
isters. 

>er Grösse nach steht Corpus 67 L (Petrie, Prehis- 
ic Egypt, 18: etwa SD 46-58) am nächsten, der 
kor ist jedoch so sorgfältig wie bei 67 D (SD 
-58. 63/64). 


16. MM 18 854: H 8,6, ÄD 13. ÖD 6,2 cm 

Beschädigungen am korrodierten Rand und an den 
Henkeln. Stellenweise stark korrodierte Gefässober- 
fläche. Rötlicher Ton. 

Sphärisch. Zwei breite waagerechte durchbohrte 
Schnurösen, gerader Rand. 

Spiralen bedecken den Gefasskörper, waagerechte 
Wellenlinien überziehen die Henkel, eine ist auch 
schräg zwischen die Spiralen gestreut. Reste von 
einem Rhombenmuster sind auf dem Rand noch sicht- 
bar. 

Corpus 67 L, nach Petrie, Prehistoric Egypt, 18: 
etwa SD 46-58, steht am nächsten; vgl. auch Brunton/ 
Caton-Thompson, Badarian CivUisation, pl. XL 67 L 
3. 



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17. MM 18852:H8,2.ÄDll,ÖD5,l-5,6cm 

Intakt bis auf Beschädigungen am Rand. Roter Ton. 

Sphärisch. Zwei breite waagerechte durchbohrte 
Schnurösen, gerader Rand. 

Spiralen bedecken den Gefässkörper und die Hen- 
kel. Wellenlinien sind eingestreut. 

Corpus 67 L (nach Petrie, Prehistoric Egypt, 18: 
etwa SD 46-58) kommt am nächsten, weist jedoch 
keine Wellenlinien auf; vgl. auch Brunton/Caton- 
Thompson, Civilisation, pl. XL 67 L3. 


18. MM 18 855: H 11,9, ÄD 17,8, ÖD 6,9 cm 

Herausschläge im Rand, korrodierte Gefassoberflädie. 
Rötlicher Ton mit hellerem Überzug, stellenweise 
etwas glänzend. 

Sphärisch. Zwei breite waagerechte durchbohrte 
Schnurösen, gerader Rand. 

Der Gefässkörper ist mit Spiralen und eingesireuteo 
Wellenlinien bemalt, welche letzten auch in waage- 
rechter Richtung vom Rand bis über die Henkel laufieiL 
Der Rand weist Reste eines Rhombenmusters auf. 

Cf. Corpus 67 D (SD 52-58, 63/64); Garstang, 
Mahasna, pl. XXV 5; Scharff, Altertümer I, Nr. 354, 
355; Mond-Myers, Armant I, pl. XXV 67 dl. Zum 
Überzug cf. Lucas, Materials*, 383 und die dort 
zitierte Literatur. Zur Politur: Lucas, op.cit. , 370 f. 
und Möller, Abusir el-Meleq, 22 und Taf. 12, 35. 



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MM 18 790: H 11. ÄD 16,4, ÖD 7, 4-7,6 cm 

akt bis auf drei moderne Reparaturen im Rand, 
llgrauer Ton. 

Sphärisch. Zwei breite waagerechte durchbohrte 
!inurösen, gerader Rand. 

)enGefösskörper bedecken Spiralen mit eingestreu- 
Wellenlinien. Waagerechte Wellenlinien sind auch 
Ischen Rand und Henkel, kleine Spiralen auf die 
nkel gemalt. Der Rand trägt ein Rhombenmuster, 
/gl. Corpus 67 D (SD 52-58, 63/64); Garstang, 
hasna, pl. XXV 5; Scharfif, Altertümer I, Nr. 354, 
i; Mond-Myers, Armant I, pl. XXV D 67 d 1. 



20. MM 10305; H 15,6, ÄD 20,7, ÖD 7,3 cm 

Herausbruch im Rand, stark korrodierte Oberfläche. 
Rötlkher Ton mit hellerem Überzug, z.T. etwas 
glänzend. 

Sphärisch. Zwei breite waagerechte durchbohrte 
Schnurösen, nach innen leicht abgeschrägter Rand. 

Der Gefasskörper ist mit Spiralen und eingestreuten 
Wellenlinien bemalt. Waagerechte Wellenlinien ziehen 
sich auch vom Rand bis über die Henkel. Farb- 
spuren wohl eines Rhombenmusters finden sich auf 
dem Rand. 

Vgl. Corpus 67 D (SD 52-58, 63/64); Garstang, 
Mahasna, pl. XXV 5; ScharfT, Altertümer I, Nr. 354, 
355; Mond-^yers, Armant 1, pl. XXV D 67 dl. 
Zum Überzug cf. Lucas, Materials*, 383 und die dort 
zitierte Literatur. Zur Politur: Lucas, op.ch., 370 f. 
und Möller, Abusir el-Meleq, 22 und Taf. 12, 35. 



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21. MM 1 8 868: Hl 2,7, ÄD 18,6, ÖD 8,65 cm 

Beschädigungen am Rand, ein grosser Abschlag in der 
Gefassoberfläche. Rötlicher Ton mit hellerem Über- 
zug. 

Sphärisch. Zwei breite waagerechte durchbohrte 
Schnurösen, gerader Rand. 

Den Gefasskörper bedecken Spiralen mit eingestreu- 
ten Wellenlinien, waagerechte Wellenlinien ziehen sich 
auch vom Rand bis über die Henkel. Der Rand trägt 
ein Rhombenmuster. 

Vgl. Corpus 67 D (SD 52-58, 63/64); Garstang, 
Mahasna, pl. XXV 5; Scharfif, Altertümer I, Nr. 354, 
355; Mond-^yers, Armant I, pl. XXV 67 dl. Zum 
Überzug cf. Lucas, Materials*, 383 und die dort 
zitierte Literatur. 


22. MM 18867:H 14,l,ÄD21,0D8,9-9,lcm 

Intakt bis auf eine leichte Beschädigung und eid 
moderne Reparatur im Rand. Leichte Oberflächei^ 
bestossungen. Rötlicher Ton, stellenweise heller. 

Sphärisch. Zwei breite waagerechte durchbohrtt 
Schnurösen, gerader Rand. 

Den Gefösskörper bedecken Spiralen mit einge^ 
streuten Wellenlinien, waagerechte Wellenlinieii z» 
hen sich auch vom Rand bis über die Henkel. Dd 
Rand trägt ein Rhombenmuster. 

Vgl. Corpus 67 D (SD 52-58, 63/64); Garstan^ 
Mahasna, pl. XXV 5; Scharfif, Altertümer 1, Nr. 35^ 
355; Mond-Mycrs, Armant I, pl. XXV 67 dl . 



24 


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>. MM 18 865: H 1 1,4, ÄD 19,7, ÖD 8,75 cm 

itakt bis auf leichte Abpiatzungen in der Gefassober- 
Iche. Rötlicher Ton. 

Sphärisch. Zwei breite waagerechte durchbohrte 
:hnurösen, gerader Rand. 

Den Gefasskörper bedecken Spiralen mit einge- 
reuten Wellenlinien. Waagerechte Wellenlinien zie- 
m sich auch vom Rand bis über die Henkel. Der 
and trägt ein Strichmuster. 

Vgl. Corpus 67 D (SD 52-58, 63/64); Garstang, 
\ahasna, pl. XXV 5; ScharfF, Altertümer I, Nr. 354, 
55; Mond-Myers, Armant I, pl. XXV 67 dl. 



- Bulletin 10 1975 


24. MM 18869: H 14,8, ÄD 19,3, ÖD 8-8,1 cm 

Grosser Herausschlag im Rand, Abpiatzungen in der 
Gefassoberfläche. Ton von teilweise grau-schwarzer - 
besonders am Rand - und teilweise roter Farbe. 

Sphärisch. Zwei breite waagerechte durchbohrte 
Schnurösen, nach innen abgeschrägter Rand. 

Den Gefasskörper bedecken Spiralen unterschied- 
licher Grösse mit eingestreuten Wellenlinien, waage- 
rechte Wellenlinien ziehen sich auch vom Rand bis 
über die Henkel. Der Rand trägt ein Rhombenmuster. 

Vgl. Corpus 67 D (SD 52-58, 63/64); Garstang, 
Mahasna, pl. XXV 5; Scharfif, Altertümer I, Nr. 354, 
355; Mond-Myers, i4rmu/ir I, pl. XXV 67 dl. 



25 


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25. MM 18866: H 15,2, Ad 21,6,00 8,8-8,9 cm 

Intakt bis auf modern geklebte Spränge. Rötlicher 
Ton mit heilerem Überzug. 

Sphärisch. Zwei breite waagerechte durchbohrte 
Schnurösen, gerader Rand. 

Den Gefasskörper bedecken Spiralen mit einge- 
streuten Wellenlinien, waagerechte Wellenlinien zie- 
hen sich auch vom Rand bis über die Henkel. Der 
Rand trägt ein Rhombenmuster. 

Vgl. Corpus 67 D (SD 52-58, 63/64); Garstang, 
Mahasna, pl. XXV 5; ScharfF, Altertümer I, Nr. 354, 
355; Mond-Myers, Armant I, pl. XXV 67 dl. Zum 
Überzug cf. Lucas, Materials*, 383 und die dort 
zitierte Literatur. 


26. MM 10291: H 14,7, ÄD 20,2, ÖD 8,4-8^5 cm 

Intakt bis auf kleine Beschädigungen und eine modenel 
Reparatur am Rand. Heller beige-brauner Ton. 

Sphärisch. Zwei breite waagerechte durchbohrt^ 
Schnurösen, gerader Rand. 

Der Gefässkörper ist mit Spiralen und eingestreuta 
Wellenlinien bemalt. Waagerechte Wellenimien übo* 
ziehen auch die Henkel bis zum Rand hinauf. Dd 
Rand ist mit zu ihm senkrecht gestellten WeUon 
iinien dekoriert. 

Corpus 67 D (SD 52-58, 63/64); Garstang, Mahasne^ 
pl. XXV 5; Scharff, Altertümer I, Nr. 354, 355; 
Mond-Myers, Armant 1, pl. XXV 67 dl. 






26 


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MM 10297: H 15. ÄD 20,8, ÖD 8,5 cm 

rausschlag im Rand und in einem Henkel; bestes- 
le und korrodierte Oberfläche. Rötlicher Ton, 
Uenweise glänzend. 

Iphärisch. Zwei breite waagerechte durchbohrte 
inurösen, nach innen abgeschrägter Rand. 

>er Gefässkörper ist dicht mit verschieden grossen 
ralen und nur einer eingestreuten Wellenlinie be- 
it. Waagerechte Wellenlinien befinden sich auch 
sehen Rand und Henkeln, während diese selbst 
einem Rhombenmuster überzogen sind. 
orpus 67 C (SD 44-64) kommt am nächsten. Zur 
itur cf. Lucas, Materials^, 370 f. und Möller, 
tsir el~Meleq, 22 und Taf. 12, 35. 


28. MM 18870: H 15,4, ÄD 21,6, ÖD 7,9 cm 

Intakt bis auf eine leichte Beschädigung der Gefäss- 
oberfläche. Rötlicher Ton. 

Sphärisch. Zwei breite waagerechte durchbohrte 
Schnurösen, gerader Rand. 

Der Gefässkörper ist mit unterschiedlich grossen 
Spiralen bedeckt, zwischen die ab und zu doppelte 
Wellenlinien eingestreut sind. Waagerechte Wellen- 
linien bedecken auch die Henkel, während ein 
Rhombenmuster auf den Rand gemalt ist. 

Am nächsten stehen Brunton/Caton-Thompson, 
Badarian CivUisation, pl. XL 67 d2 und c3. 



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29. MM 18 792: H 6,6, ÄD 8,5, ÖD 3,6 cm 

Intakt bis auf Herausschläge und Gipsreparaturen im 
Rand. Beige-brauner Ton mit stellenweise hellem 
Belag. Der Boden ist an einer Stelle leicht einge- 
drückt. 

Sphärisch. Zwei waagerechte durchbohrte Schnur- 
ösen, leicht nach innen abgeschrägter Rand. 

Der Gefösskörper ist mit Spiralen unterschiedlicher 
Grösse dicht bedeckt. Zwischen Rand und Henkel sind 
drei bzw. vier waagerechte Wellenlinien eingefügt, 
auf jeden Henkel sind fünf weitere gemalt. Der Rand 
trägt ein unregelmässiges Strichmuster. 

Vgl. etwa Corpus 67 L, nach Petrie, Prehistoric 
Egypt, 18: etwa SD 46-58. 


30. MM 18 853: H 11,7, ÄD 15, ÖD 7,8-7,9 cm 

Intakt bis auf einen Herausschlag im Rand; stelkn 
weise korrodierte Gefassoberfläche. Rötlicher Ton mi 
hellerem Überzug. 

Sphärisch. Zwei breite waagerechte durchbofam 
Schnurösen, leicht nach innen abgeschrägter Rand. 

Der ganze Gefasskörper ist mit vielen Spirab 
bedeckt. Waagerechte Wellenlinien sind mif dk 
Henkel und konzentrische Wellenabschnitte auf da 
Rand gemalt. Drei Z sind auf einer Seite zwiseba 
Rand und Henkel eingefügt. 

Cf. Corpus 67 J, nach Petrie, Prehistoric Egypt, 
18: etwa SD 46-58. Zum Überzug: Lucas, Materie 
als*, 383 und die dort zitierte Literatur. 



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. MM 10283: H 7,7, ÄD 9,2, ÖD 3,6-3,9 cm 

nUnge und Korrosion der Oberfläche und des 
mdes, ein Henkel und ein Stück des Bodens modern 
^zt. Hellgrauer Ton. 

Sphärisch. Zwei breite waagerechte durchbohrte 
hnurösen. Zwei Griffe dazwischen, von denen einer 
>dem ergänzt ist. Leicht nach aussen abgeschrägter 
nd. 

Viele kleine Spiralen bedecken den Gefässkörper, 
agerechte Striche die Henkel. Farbspuren finden 
h auf dem Rand. 

/gl. Corpus 67 J und L; nach Petrie, Prehistoric 
ypt, 18: SD 46-58. Vier Henkel, nämlich zwei 
^ite Schnurösen, einen Griff und eine schmale 
hnuröse (?), hat das Stück Corpus 9 K, besser 
gebildet in de Morgan, L*äge de la pierre, pl. 
11, Nr. 2, das aber im Dekor abweicht. 



32. MM 10 296: H 12,7, ÄD 17,1, ÖD 7,75-8 cm 

Modem geklebte Sprünge gehen durch das ganze 
Gefass. Gipsreparatur im Rand. Hellgrauer Ton. 

Sphärisch. Zwei breite waagerechte durchbohrte 
Schnurösen; nach innen abgeschrägter Rand. 

Aneinander grenzende Spiralen bedecken den 
ganzen Gefässkörper samt den Henkeln, auf dem 
gewölbten Boden sind zweimal zwei Wellenlinien ein- 
gefügt. Der Rand trägt ein Zickzackband. 

Vgl. Corpus 67 R, nach Petrie, Prehistoric Egypt, 
18: etwa SD 46-58. 



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33. MM 18 851: H 11,5, AD 15,8, ÖD 6,85-7 cm 


Ein modern geklebter Sprung geht durch das ganze 
Gefass. Ein Herausschlag und eine Gipsreparatur im 
Rand. Rötlicher, stellenweise grauer Ton. 

Sphärisch. Zwei breite waagerechte durchbohrte 
Schnurösen, leicht nach innen abgeschrägter Rand. 

Aneinander angrenzende, etwas flüchtig gemalte 
Spiralen bedecken den Gefässkörper und die Henkel. 
Der Rand trägt ein Strichmuster. 

Vgl. Corpus 67 R, nach Petrie, Prehistoric Egypt, 
18: etwa SD 46-58. 
















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34. MM 18 850: H 15,6, AD 22,5, ÖD 8,25 cm 


Herausschläge im Rand; etwas rauhe, z.T. korrodiene 
Gefässoberfläche. Hellgrauer Ton. 

Sphärisch. Zwei breite waagerechte durcbbohitc 
Scbnurösen, nach innen leicht abgeschrägter Rand. 

Der Geflisskörper mitsamt den Henkeln ist ganz mi 
Spiralen bedeckt, die aneinander angrenzen. Der Rani 
trägt ein Rhombenmuster. 

Corpus 67 R, das nach Petrie, Prehistoric Egypi, 
18 von etwa SD 46-58 belegt ist, kommt am nachstenj 
obwohl es kleine Zwischenräume zwischen den Spira- 
len aufweist. 


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. MM 10 309: H 15,5, ÄD 23,7, ÖD 9-9,1 cm 

takt bis auf eine moderne Reparatur im Rand. 
iUgrauerTon, stellenweise rötlich. 

Sphärisch. Zwei breite waagerechte durchbohrte 
hnurösen, gerader Rand. 

Der Gefasskörper ist mit ziemlich kleinen Spiralen 
terschiedlicher Grösse bemalt, dazwischen ganz 
reinzelte Wellenlinien. Die Henkel sind mit waage- 
:hten Wellenlinien bedeckt, der Rand trägt ein 
ombenmuster. 

Zorpus 67 A (SD 46-58) steht sehr nahe bis auf 
iweichungen im Dekor der Henkel. 


36. MM 10315: H 20,6, ÄD 27,6, ÖD 9,8-10,1 cm 

Intakt bis auf leichte Beschädigungen und eine mo- 
derne Reparatur am Rand. Beige-brauner Ton, stel- 
lenweise etwas glänzend. 

Sphärisch. Zwei breite waagerechte durchbohrte 
Schnurösen, gerader Rand. 

Der ganze Gefasskörper samt Rand und Henkeln ist 
mit kleinen bogigen Linien bemalt, um Stein zu 
imitieren. 

Corpus 63 A (SD 48-63). Zur Politur cf. Lucas, 
Materials*^ 370 f. und ^jIöller, Abusir ebMeleq, 22 und 
Taf. 12. 35. 



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37. MM 10307: H 16,5, ÄD 22,4, ÖD 8,8-9 cm 

Stark korrodierter, etwas bröckeliger, modern mit 
Gips geflickter Rand; Sprünge im korrodierten Boden. 
Hellgrauer Überzug auf rötlichem Ton, der am Bo- 
den sichtbar ist. 

Sphärisch. Zwei breite waagerechte durchbohrte 
Schnurösen, gerader Rand. 

Das ganze Gefäss - bis auf den stark korrodierten 
Rand - ist mit kleinen bogigen Linien bemalt, um 
Stein zu imitieren. 

Corpus 63 A (SD 4S-63), vgl. auch Schärft, 
Altertümer I, Nr. 360. Zum Überzug cf. Lucas, 
Materials^, 383 und die dort zitierte Literatur. 


38. MM 18838: H 15,1, ÄD 20,2, ÖD 8,6 cm 

Herausschläge und moderne Gipsreparaturen im Rand, 
etwas korrodierte Gefassoberfläche. Beige-brauner 
Ton. 

Sphärisch. Zwei breite waagerechte durchbohrte 
Schnurösen, gerader Rand. 

Das ganze Geßiss ist mit kleinen bogigen Lmieai 
bemalt, um Stein zu imitieren. 

Corpus 63 A (SD 4S-63). 




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MM 18785: H 10,5, ÄD 13,3, ÖD 6,25 cm 

itakt. Stark korrodierter Rand, z.T. korrodierte 
efassoberfläche. Rötlicher Ton. 

Sphärisch. Zwei breite waagerechte durchbohrte 
chnurösen, gerader Rand. 

Das ganze Gefäss ist mit kleinen bogigen Linien 
^rnalt, um Stein zu imitieren. 

Corpus 63 A (SD 48-63), das aber wohl grösser ist. 


40. MM 10 286: H 6,5, ÄD 8,7, ÖD 4,5-5 cm 

Intakt bis auf leichte Beschädigungen am Rand und 
Sprünge. Hellgrauer Ton. 

Sphärisch. Zwei nicht sehr breite waagerechte 
Schnurösen, eine durchbohrt, eine angebohrt; gerader 
Rand. 

Flüchtige gebogene Linien umziehen in Kreisen den 
Rand und den grössten Teil des Gefässkörpers, um 
Stein zu imitieren, jedoch sind die Linien nicht weit 
von Wellenlinien entfernt. Die leicht gewölbte Boden- 
fläche ist mit wellenförmigen Strichen bedeckt. 

Vgl. Corpus 9 C (SD 40-52), jedoch ist die Bema- 
lung flüchtiger; auch Petrie-Quibell, Naqada and 
Bailas, pl. XXXIII 7a. 



Buleiin 10 1975 


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41. MM 187%: H 11,2, ÄD 15,2,00 6,6-6,8 cm 

Intakt bis auf Gipsreparaturen im Rand. Hellgrauer 
Überzug auf rötlichem Ton. 

Sphärisch. Zwei breite waagerechte durchbohrte 
Schnurösen, nach innen leicht abgeschrägter Rand. 

Das ganze Gefäss ist mit flüchtigen bogigen Linien 
bemalt, um Stein zu imitieren. 

Corpus 63 A (SD 48-63), das aber wohl grösser ist. 
Zum Überzug cf. Lucas, Materials*, 383 und die dort 
zitierte Literatur. 


42. MM 18827: H 7,9, ÄD 10,25, ÖD 4,1 cm 

Abschläge am Rand und an einem Henkel; steO» 
weise korrodierte Gefässoberfläche. Beige-braima 
Ton. 

Sphärisch. Zwei breite waagerechte durchbohr« 
Schnurösen, von denen eine grösstenteils abgeschlagn 
ist. Nach innen abgeschrägter Rand. 

Das ganze Gefäss ist mit kleinen bogigen Linieo, 
die sich überschneiden, bemah, um Stein zu imi* 
tieren. 

Corpus 63 B (SD 43) steht nahe. 



34 


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). MM 18841: H 12,9, ÄD 17,6, Ä) 7,55 cm 

in Herausschlag im abgeriebenen Rand. Korrodierte 
Oberfläche an Hals und Henkeln. Hellgrauer Ton. 
Sphärisch. Zwei breite waagerechte durchbohrte 
chnurösen, gerader Rand. 

Kleine seitwärts gebogene Linien, die Stein imi- 
sren, bedecken die Gefässoberfläche, wo sie nicht 
MTodiert ist. 

Corpus 63 steht nahe, weicht jedoch etwas im 
ckor ab; eine weitere Variante der Gruppe 63: 
lond-Myers, Armani I, pl. XXV 63 al (SD 39-61). 


44. MM 1 1 069: H 6,7, ÄD 5,8, ÖD 2,6 cm 

Intakt. Beige-brauner Ton. 

Ovoid, sehr grobe Form. Zwei grobe breite waage- 
rechte durchbohrte Schnurösen, nach innen abge- 
schrägter Rand. 

Eine Fläche zwischen den Henkeln ist mit un- 
regelmässigen bogigen Linien bemalt, um Stein zu 
imitieren, die andere weist keine Farbspuren auf. 

Corpus 63 C kommt nahe (SD 36-41), das jedoch 
ganz bemalt ist. 



35 


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45. MM 10289: H 12,4, AD 8,7, ÖD 3,9-4,l, StD 
2,5 cm 

Intakt bis auf kleine Beschädigungen am Rand; z.T. 
korrodierte Oberfläche. Beige-brauner Ton. 

Herzförmig. Zwei breite waagerechte durchbohrte 
Schnurösen, gerader Rand, unebene Standfläche. 

Das ganze Gefass ist mit unregelmässigen, teilweise 
ausgelaufenen Punkten bemalt, um Stein zu imitieren. 

Corpus 1 M kommt am nächsten, nach Petrie, 
Pre hist orte Egypt, 17: etwa SD 60. 



46. MM 18805: H 12,2, ÄD 8,5, ÖD 4,7, SiD 3,4cm 

Abschläge am Rand und Boden, korrodierte Gefiss- 
Oberfläche. Roter Ton, stellenweise hell- bis 
grau. 

Herzförmig. Zwei breite waagerechte durchbohnc 
Schnurösen, gerader Rand, unebene Standfläche. 

Farbspuren sehr unregelmässiger Art finden sich auf 
Rand und Geflisskörper, die Stein wiedergeben solks 
Das Stuck entspricht ungefähr Corpus 1 M. da$ 
nach Petrie, Prehistoric Egypt, 17 etwa auf SD 60 
fällt. 



36 


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\1. MM 18 804: H 1 1 ,6, ÄD 9. ÖD 4,7, StD 2,3 cm 

intakt bis auf leichte Beschädigungen am Rand, ziem- 
ich abgegriffene Gefassoberfläche. Rötlicher Ton. 

Herzförmig, fast ovoid. Zwei breite waagerechte 
lurchbohrte Schnurösen, gerader Rand, fast spitzer 
ioden. 

Einzelne Farbtupfer ahmen Steinsprenkelung nach. 
Corpus 1 M, nach Petrie, Prehistoric Egypt, 17: 
twa 60. 


48. MM 10 311: H 22,6, ÄD 20,5, ÖD 9,05-9,35, StD 
6,9 cm 

Korrosion am Rand und Abschläge an einem Wel- 
lenhenkel. Heller Überzug auf rötlichem Ton, der an 
den korrodierten Stellen sichtbar ist. 

Wellenhenkelgefäss. Zwei schöne breite Wellen- 
henkel, runder Rand, unebene Standfläche. 

Unregelmässige Punkte und Striche bedecken das 
ganze Gefass, um Stein zu imitieren. 

Vgl. Corpus 1 D, nach Petrie, Prehistoric Egypt, 
17: etwa SD 45. Zum Überzug cf. Lucas, Materi- 
als^, 383 und die dort zitierte Literatur. 



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49. MM 18 806: H 10, ÄD 12, ÖD 5,2-5.55 cm 

Herausschläge im Rand. An drei Stellen aufgeworfene 
Gefasswand, wohl beim Brennen entstanden. Beige- 
brauner Ton. 

Unregelmässig sphärisch. Zwei breite waagerechte 
durchbohrte Schnurösen, gerader Rand. 

Unregelmässige Punkte und Striche bedecken die 
ganze Geßissoberfläche, um Stein zu imitieren. 

Corpus 1 T, das nach Petrie, Prehistoric Egypt, 17 
etwa auf SD 60 fallt. 


50. MM 18 810: H 14,6, ÄD 20,7, ÖD 8,45-8,6 cm 

Intakt bis auf moderne Klebungen und Gipsergäi^ 
Zungen im Rand; korrodierte Oberfläche; beHgraoff 
Ton, stellenweise rötlich. 

Sphärisch. Zwei breite waagerechte durchbofane 
Schnurösen, gerader Rand. 

Die ganze Gefässoberfläche ist gesprenkelt bemalL 
um den Eindruck von Stein hervorzunifen. 

Corpus 62 (SD 47-71). 



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. MM 18809: H 15,1, ÄD 21,2, ÖD 9,05-9,2 cm 


52. MM 10 303: H 17,2, ÄD 26,8, ÖD 10,6 cm 


Mei Herausbrüche im Rand, eine Gipsreparatur im 
efasskörper; stellenweise korrodierte Oberfläche, 
ellgrauer Ton mit rötlichen Flecken. 

Sphärisch. Zwei breite waagerechte durchbohrte 
rhnurösen, gerader Rand. 

Das ganze Gefäss ist mit Sprenkelungen bemalt, 
n Stein zu imitieren. 

Corpus 62 (SD 47-71). 



Intakt bis auf Abplatzungen am Rand, die einen 
Überzug erkennen lassen. Rötlicher Ton. 

Sphärisch. Zwei breite waagerechte durchbohrte 
Schnurösen, gerader Rand. 

Vom Dekor sind nur schwache Reste unregelmäs- 
siger Bemalung erhalten, die wohl Steinimitation 
andeuten sollen. 

Corpus 62 (SD 47-71) steht wohl am nächsten. 
Zum Überzug cf. Lucas, Materials^, 383 und die dort 
zitierte Literatur. 



53. MM 10 301: H 17,9, ÄD 16,8, ÖD 7,5-8,2, StD 
5,6 cm 

Intakt. Hellroter Ton. 

Bauchig. Drei schmale Schnurösen, eine durchbohrt, 
zwei nur angedeutet. Scharf abgesetzter unregelmäs- 
siger Hals, runder Rand, unebene Standfläche. 

Die Bemalung ist nur noch schwach erhalten, sie 
besteht in sehr unregelmässigen Linien, die Stein 
imitieren sollen. 

Das Gefäss steht Corpus 64 (SD 60) nahe, das aber 
nur zwei Henkel und linearen Dekor aufweist. Drei 
schmale Schnurösen fmden sich bei anderen Typen: 
cf. Corpus 59 C (SD 46) und P; Brunton/Caton- 
Thompson, Badarian Civilisation, pl. XL 59 D; 
Brunton, Mostagedda, pl. XXXV 14 u. 15; Scharff, 
Altertümer I, Taf. 34, Nr. 346 A. Zum Zweck der 
Ösen cf. Baumgartel, Cultures 1, 89: sie dienten viel- 
leicht zur Befestigung eines Deckels. 


54. MM 1 1 071 : H 6,6, ÄD 4.6, ÖD 2,5 cm 

Intakt. Rötlicher Ton. 

Ovoid. Ohne Henkel und Rand. 

Unregelmässige Punkte und Striche bedecken die 
Gefässoberfläche, um Stein zu imitieren. 

Dem Dekor nach stehen Corpus 1 M und T (nach! 
Petrie, Prehistoric Egypt, 17: beide etwa SD 60) nabe; 
eine so einfache Form ist jedoch nicht belegt. 



40 


I 


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5. MM 18789: H 5,5, ÄD 4,5, ÖD 2,15 cm, SO: 
licht zu messen, da z.T. zerstört 

ieschädigter Rand, geklebte Sprünge, Loch im Boden 
fld Fuss. Grauer bis schwärzlicher Ton. 

Herzförmig. Zwei breite waagerechte durchbohrte 
^hnurösen, gerader Rand, unebene Standfläche. 

Das ganze Gefäss ist mit Punkten unregelmässig 
edeckt, um Stein zu imitieren. 

Corpus 16G (SD 60-65). 


56. MM 18 786: H 4,8, ÄD 5,8, ÖD 3,05 cm 

Zwei der vier Henkel sind beschädigt; stark korro- 
dierte Oberfläche. Beige-brauner Ton. 

Sphärisch. Zwei breite waagerechte durchbohrte 
Schnurösen, dazwischen zwei beschädigte Griffe; 
gerader Rand. 

Das ganze Gefäss ist mit Punkten unregelmässig 
bedeckt, um Stein zu imitieren. 

Corpus 16 N (nach Petrie, Prehistoric Egypt, 17: 
etwa SD 48-60) kommt am nächsten, hat jedoch nur 
zwei Schnurösen. Vier Henkel, davon zwei breite 
Schnurösen, einen Griff und eine schmale Schnuröse 
(?), hat das Stück Corpus 9 K, besser abgebildet 
in de Morgan, L*äge de la pierre, pl. VIII 2, das aber 
im Dekor abweicht. 



Buictin 10 1975 


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57. MM 14713: H 4^5. ÄD 4,8. ÖD 1,9 cm 

Intakt. Z.T. abfegriffeoc fwliertc Oberfliciie. Röt- 
licher Ton mit drei schwarzen Flecken. 

Sphärisch. Zwei breite waaferechte durchbohrte 
Schnurösen, perader Rand. 

Der ganze Gefässkörper ist abwechselnd von einer 
Kreis- und einer Wellenlinie in waagerechter Richtung 
umzogen, dazu kommt ein Kranz von Punkten um den 
Hals. Die Oberfläche hat polierte und abgegriffene 
matte Stellen. 

Der Typ ist wohA>ekannt, der Dekor jedoch ohne 
genaue Parallele; am nächsten kommt Corpus 9 G 
(SD 33-63). Zur Politur cf. Lucas, Materials^, 370 f. 
und Möller, Abusir el-Meleq, 22 und Taf. 12, 35. 


58. MM 10284: H 4,7, AD 5,7, ÖD 2,1-2,25, Fossl^ 
2Jcm 

Intakt bis auf leichte Beschädigungen am Rmd. 
Rötlicher Ton, stellenweise etwas gUmzend. 

Sphärisch mk Fuss. Zwei breite waagerechte dardb 
bohrte Schnurösen, gerader Rand, abgesetzter Fuss. 

Die obere Hälfte des Gefisskörpers bedecke« 
Punkte, dann folgt eine waagerechte Kreislinie, voi 
der aus zwölf senkrechte Streifen, gefüllt mit 
rechten Strichen, zum Fuss laufen. Der Fuss is( 
plastisch abgesetzt und trägt ein Karomuster. Auf den 
Rand sind Reste von Strichen erhalten. 

Die Form mit abgesetztem Fuss ist in Ton sdir 
selten, ein undekoriertes Beispiel findet sich Brunton, 
Matmar, pl. XU, Nr. 21 (ohne SD) und S. 18; wi« 
auch das Stockholmer Stück bekräftigt, steht Nr. 21 
der dekorierten Ware nahe. Vorbilder finden skfa in 
Stein, z.B. Petrie, Prehistoric Egypi, pl. XXXVIl, 
Nr. 22 (SD 65) und Möller, Abusir el-Meleq, Taf. II, 
Nr. 38. Zur Politur cf. Lucas, Materials^, 370 f. u«l 
Möller, Abusir ei-Meleq, 22 und Taf. 12, 35. 



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MM 18 803: H 15,7, ÄD 14, ÖD 6,.7-6,9, StD 5 cm 

akt. Z.T. korrodierte Oberfläche. Roter Ton. 
Bauchig. Keine Henkel, abgesetzter, vielleicht 
sondert gedrehter Hals, runder Rand, unebene 
indflache. 

[3er Gefösskörper ist unregelmässig mit Punkten be- 
üt, um Stein zu imitieren. 

Vgl. Corpus 16 S und T (SD 46-53). Zum gesondert 
drehten Hals cf. Baumgartel, Predynastic Egypt, 28 
d Mond-Myers, Armant I, 167 und 177 ff. 


60. MM 11 112: H 18,9, ÄD 14,4, ÖD 7,7-7,85, Sfl3 
4,7 cm 

Herausschlag im Rand, z.T. modern geklebte Sprünge. 
Rötlicher Ton mit hellerem Überzug. 

Herzförmig. Zwei breite waagerechte durchbohrte 
Schnurösen, gerader Rand, unebene Standfläche. 

Rand, Henkel, Gefässkörper und Standfläche sind 
mit Punkten regemässig bemalt, um Stein zu imitieren. 

Vgl. Corpus 16 J, nach Petrie, Prehistoric Egypt, 
17 fallt die Gruppe 16 in SD 48-60. Zum Überzug 
cf. Lucas, Materials*, 383 und die dort zitierte Litera- 
tur. 



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61. MM 18840: H 17,1, ÄD 12,5, ÖD 7,2-7.3. StD 
5,5 cm 

Intakt, stellenweise korrodierte Oberfläche, die einen 
helleren Überzug auf rötlichem Ton erkennen lässt. 

Herzförmig. Zwei breite waagerechte durchbohrte 
Schnurösen, gerader Rand, unebene Standfläche. 

Das ganze Gefäss mit Rand, Henkeln und Stand- 
fläche ist von waagerechten Wellenlinien umzogen. 

Corpus 8 P. Zum Überzug cf. Lucas, Materiab*, 
383 und die dort zitierte Literatur. 


62. MM 18833: H 16,7, ÄD 10,4, ÖD 5,8, StD 2.9 ctt 

Intakt bis auf Herausschläge im Rand. Beige-braune 
Ton. 

Herzförmig. Zwei breite waagerechte durchbohr« 
Schnurösen, gerader Rand, unebene Standfläche. 

Der ganze Gefässkörper samt Henkeln und Stand 
fläche ist von waagerechten Wellenlinien umzogen. 
Vgl. Corpus 8 P. 



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. MM 18 791: H 15,4, ÄD 10,1, ÖD 6,2, StD 3-3,6 cm 

^rausschläge im Rand, z.T. korrodierte und an einer 
sUe abgeschlagene Oberfläche. Grauer Ton, stel- 
iweise rötlich. 

Herzförmig. Zwei breite waagerechte angebohrte 
hnurösen, gerader Rand, unebene Standfläche. 

Oas ganze Gefass, einschliesslich Rand, Henkel und 
uidfläche, ist von waagerechten Wellenlinien über- 
gen. 

Vgl. Corpus 8 P. 


64. MM 18 826: H 1 1,5, ÄD 8, CO 4,7, SO 3,6 cm 

Intakt bis auf zwei Herausschläge im Rand; beige- 
brauner Ton. 

Herzförmig. Zwei breite waagerechte durchbohrte 
Schnurösen, gerader Rand, unebene Standfläche. 

Vom Rand bis zur Standfläche ist das ganze Ge- 
fäss mit waagerechten Wellenlinien überzogen. Über 
den Boden laufen sechs parallele Wellenstreifen. 

Vgl. Corpus 8 M (SD 46, 47), 8G (SD 40-50). 



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65. MM 10279; H 1 1,1, AD 8, ÖD 4,83, StD 2,7 cm 

Intakt bis auf leichte Beschädigungen am geraden 
Rand und in derGefässoberfläche. Beige-brauner Ton. 

Herzförmig. Zwei breite, waagerechte durchbohrte 
Schnurösen. Gerader Rand, unebene Standfläche. 

Vom Rand bis zur Standfläche einschliesslich ist 
das ganze Gefäss mit waagerechten Wellenlinien 
bemah. Über den Boden laufen zwei parallele 
Wellenlinien. 

Vgl. Corpus 8 G (SD 40-50) und 8 M (SD 46, 47). 


66. MM 18824: H 10,85, ÄD 7,75, ÖD 3,9, StD2,5cffl 

Intakt bis auf Beschädigungen am Rand. Rötädxrl 
Ton mit Resten eines helleren Überzuges. 

Herzförmig. Zwei breite waagerechte durchboline 
Schnurösen, gerader Rand, unebene Standfläche. 

Vom Hals bis zur Standfläche einschliesslich ist das 
ganze Ge&ss mit waagerechten Wellenlinien umzofen. 
Der Rand trägt zu ihm senkrechte Striche. 

Vgl. Corpus 8 G (SD 40-50) und 8 M (SD 46, 47). 
Zum Überzug cf. Lucas, Materials*^ 383 und die dor 
zitierte Literatur. 



. MM 18794: H 10,4, ÄD 7,5, ÖD 3,35, SO 1,1 cm 

n Herausschlag im ziemlich korrodierten Rand; 
ödem geklebte Sprünge imCefässkörper; korrodierte 
^fassoberfläche. Beige-brauner Ton, auf einer Seite 
dlenweise grauschwarz. 

Herzförmig, fast ovokl. Zwei breite waagerechte 
irchbohrte Schnurösen, gerader Rand, fast spitzer 
Kien. 

Das ganze Gefäss mit Rand, Henkeln und Stand- 
tche ist von waagerechten Wellenlinien umzogen. 

Vgl. Corpus 8 G (SD 40-50). 


68. MM 10298: H 9,9, ÄD 7,4 ÖD 3,6 StD 2,6 cm 

Intakt bis auf leichte Beschädigungen am Rand; z.T. 
etwas korrodierte Oberfläche und verwischte Malerei. 
Beige-brauner Ton, stellenweise glänzend. 

Herzförmig. Zwei breite waagerechte durchbohrte 
Schnurösen, gerader Rand, unebene Standfläche. 

Das ganze Gefäss einschliesslich Rand, Henkel und 
Standfläche ist von manchmal etwas unsicheren 
waagerechten Wellenlinien umzogen. 

Vgl. Corpus 8 G (SD 4Ö-50). Zur Politur cf. Lucas, 
Materials*, 370 f. und Möller, Abusir el-Meleq, 22 
undTaf. 12, 35. 



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69. MM 18821:H9,8, ÄD6,7,ÖD3,StD2J cm 

Herausbruche im Rand. Sehr stark abgeriebene Ge- 
fässoberfläche, so dass von der Bemalung nur noch 
schwache Spuren vorhanden sind. Reste eines helleren 
Überzuges auf rötlichem Ton. 

Herzförmig. Zwei breite waagerechte angebohrte 
Schnurösen, gerader Rand, unebene Standfläche. 

Das ganze Gefäss war mit waagerechten Wellen- 
linien bemalt, ob jedoch auch der Rand, ist nicht 
mehr festzustellen. 

Vgl. Corpus 8 G (SD 40-50). Zum Überzug cf. 
Lucas, Materials*, 383 und die dort zitierte Literatur. 



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70. MM 13826: H 10,1, ÄD 6,5, ÖD 3,15-4,1. S< 
Mcm 

Sehr korrodierte Oberfläche, die den Dekor nur nod 
ahnen lässt. Stark korrodierter und grossenteäs d 
geschlagener Rand. Beige-brauner Ton. 

Herzförmig, fast ovoid. Zwei breite waagereck 
durchbohrte Schnurösen, eine beschädigt. Gerak 
Rand, fast spitzer Boden. 

Der Dekor bestand in einem Überzug waagered 
ter Wellenlinien, von denen noch Spuren am Rai 
vorhanden sind. 

Vgl. Corpus 8G (SD 40-50). 



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MM 18820: H 8, ÄD 6,2, CO 3, StD 1 cm 

rausbrüche im ziemlich korrodierten Rand; stellen- 
ise stark korrodierte Gefassoberfläche. Rötlicher 
n mit Resten eines helleren Überzuges. 

4erzfbrmig. Zwei breite waagerechte durchbohrte 
inurösen, gerader Rand, unebene Standfläche. 

Jm das ganze Gefass einschliesslich Rand, Henkel 
J Standfläche ziehen sich waagerechte, z.T. 
:htig gemalte Kreislinien. 

/gl. Corpus 8G (SD 40-50) ff., die jedoch nicht so 
:htig in der Bemalung sind. Zum Überzug cf. 
cas, Materials*, 383 und die dort zitierte Literatur. 


72. MM 10 282:H5,5, ÄD4,2, ÖD2,l,StD 1,1cm 

Intakt bis auf Beschädigungen am Rand. Beige-brauner 
Ton mit stellenweise hellem Belag. 

Herzförmig. Zwei waagerechte, breite durchbohrte 
Schnurösen. Gerader Rand, unebene Standfläche. 

Rand und Gefässkörper samt Henkeln sind mit 
waagerechten Kreislinien z.T. etwas flüchtig bemalt; 
auf der Standfläche drei Striche. 

Vgl. Corpus 8 E (SD 40-50), das jedoch wohl 
kleiner und flüchtiger bemalt ist. 



uletin 10 1975 


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73. MM 18825: H 12,1, ÄD 9,3, ÖD 4,8, StD 3.8 cm 

Intakt bis auf einen Herausschk^ an einem Henkel; 
korrodierte Gefkssoberfificlie- Beige-brauner Ton, stel- 
lenweise glänzend. 

Herzförmig. Zwei breite waagerechte durchbohrte 
Schnurösen, gerader Rand, unebene StaiKifläche. 

Der ganze Gefässkörper ist schachbrettartig von 
Gruppen von Wellenlinien überzogen. Spuren einer 
Spirale finden sich auf der Standfläche. 

Der Form nach sind ähnlich: die Gruppe Corpus 
8; Brunton, Mostagedda, pl. XXXV 11 (SD 57-58); 
Brunton/Caton-Thompson, Badarian Civilisation, pl. 
XXXDC 8 n (SD 46-47); Mond-Myers, Armani I, pl. 
XXV 8 b (SD 50?), die jedoch alle im Dekor 
abweichen. Zur Politur cf. Lucas, Materials^, 370 f. 
und Möller, Abusir el-Meleq, 22 und Taf. 12, 35. 


74. MM 18 823: H 11,1, ÄD 8,3, CO 4,3, StD 0,9 cib 

Intakt bis auf Korrosion am Rand und AbschörfuQgn 
der Oberfläche am unteren Gefässkörper, dort aad 
eine leichte Eindröckung der Oberfläche. Beige4m 
nerTon. 

Herzförmig, fast ovoid. Zwei breite waagcrecte 
durchbohrte Schnurösen, gerader Rand, fast spiD 
zulaufender Boden. 

Die obere Hälfte des Gefässkörpers ist von ack 
horizontalen Wellenlinien umzogen. Die untere faa 
abwechselnd einen Abschnitt von sieben horizontaki 
Wellenlinien und eine senkrechte Reihe - einmal zvn 
Reihen - von seitenverkehrten N zum Dekor, li 
ganzen kommen viermal Wellenlinienabschnitte ud 
viermal seitenverkehrte N vor. Den Abschluss uma 
bilden mindestens vier konzentrische Wellenlinieii. 

Corpus 7 F (SD 44-47) kommt am nächsten, da 
Jedoch keine Wellenringe um den Fuss hat. 



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MM 18818: H 11,8, ÄD 8,9, ÖD 3,6, StD2,2cin 

akt bis auf Beschädigungen am Rand; stellen- 
ise korrodierte Gefassoberfläche. Beige-brauner 
n mit stellenweise hellerem Belag, 
ierzförmig. Zwei waagerechte breite angebohrte 
murösen, gerader Rand, unebene Standfläche. 

)ie Fläche zwischen den Henkeln ist auf jeder Seite 
sechs waagerechten, in der Mitte nach unten 
nickten Linien bemalt, die auch die Henkel be- 
ken. Darauf folgen - immer in der Waagerechten - 
^ine Reihe auf der Seite liegender W, vier Reihen 
1er Mitte nach unten geknickter Linien, abermals 
t Reihe auf der Seite liegender W und vier 
tere Reihen von in der Mitte nach unten ge- 
:kten Linien. Die Zonen zwischen Henkeln und 
s sind jeweils mit drei Gruppen zweier senkrechter 
llenlinien bemalt. Auf dem Rand finden sich 
bspuren, wohl Reste konzentrischer Wellenab- 
nitte, die Standfläche trägt ein Rhombenmuster. 
orpus 8, besonders Brunton/Caton-Thompson, 
larian Civilisation, pl. XXXDC 8 q (SD 57-58) 
it nahe, das jedoch nicht mit auf der Seite 
enden W belegt zu sein scheint. 


76. MM 18 816: H 12,5, ÄD 9,2, ÖD 4, StD 2,5 cm 

Herausschläge im Rand, Sprünge in der Gefässober- 
fläche, Dekor z.T. etwas verwischt. Rötlicher, stel- 
lenweise grauer Ton mit hellem Belag an Rand und 
Henkeln. 

Herzförmig. Zwei breite waagerechte durchbohrte 
Schnurösen, gerader Rand, unebene Standfläche. 

Die eine Ansichtssette zwischen den Henkeln weist 
zwölf waagerechte, in der Mitte nach unten geknickte 
Linien auf, einen freien Zwischenraum und dann drei 
etwas schief verlaufende Wellenlinien um den Fuss. 
Die andere Seite ist abweichend dekoriert: erst kom- 
men neun waagerechte, in der Mitte nach unten 
geknickte Linien, dann ein freier Zwischenraum, 
darauf - ziemlich verwischt - drei Wellenlinien, ein 
Zwischenraum und noch drei Wellenlinien. Von Rand 
zu Rand über Henkel, Standfläche, Henkel verlaufen 
ebenfalls drei Wellenlinien. Von dem einen Henkel 
geht eine senkrechte Reihe von neun seitenverkehrten 
N aus, von dem anderen rechts und links eine Reihe 
von neun bzw. sechs seitenverkehrten N. Auf dem 
Rand finden sich Reste von Kreislinien. 

Corpus 15 (SD 44) und Petrie-Quibell, Naqada and 
Ballas, pl. XXXlll 18 stehen nahe, sind jedoch im 
Dekor der Henkelzonen einfacher, zudem wohl gleich 
dekoriert auf beiden Seiten. 



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77. MM 18817; H 11,1, ÄD 9.5, ÖD 3,6, StD 3,1 cm 

Intakt bis auf Herausschläge im Rand. Beige-brauner 
bis grauer Ton, stellenweise heller Belag. 

Her 2 ^rmig. Zwei breite waagerechte durchbohrte 
Schnurösen, gerader Rand, unebene Standfläche. 

Die Fläche zwischen den Henkeln ist auf jeder 
Seite mit zwölf waagerechten, in der Mitte nach unten 
geknickten Linien bemalt. Darauf folgt ein freier 
Zwischenraum und dann um den Fuss ein Streifen 
von drei Wellenlinien. Von Rand zu Rand über Henkel, 
Standfläche, Henkel verlaufen drei Wellenlinien. Vier 
Gruppen von Strichen sind auf den Rand gemalt. 

Corpus 15 (SD 44) und Petrie-Quibell, Naqada and 
Ballas, pl. XXXlll 18. 


78. MM 18819: H 9,7, Ad 9,1, ÖD 3,9, StD 2,4cin 

Herausschläge im Rand und an einer Stelle im untern 
Gefässkörper. Beige-brauner Ton mit grau-schwvzi 
Partie auf einer Seite. 

Herzförmig. Zwei breite waagerechte durchbohtl 
Schnurösen, gerader Rand, unebene Standfläche. 

Die Fläche zwischen den Henkeln ist auf H 
Seite mit zwölf waagerechten, in der Mitte nach ontd 
geknickten Linien bemalt. Daran schliessen sich e) 
freier Zwischenraum und dann um den Fuss du 
Wellenlinien an. Von Rand zu Rand verlaufen dn 
Wellenlinien über Henkel, Standfläche, Henkel. Faih 
spuren von Kreislinien finden sich auf dem Rand. 

Corpus 15 (SD 44) und Petrie-Quibell, Naqada atu 
Ballas, pl. XXXlll 18. 



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. MM 18811: H 20, ÄD 14,9, ÖD 8,1, StD 5,2 cm 

crausschläge im Rand, Sprünge im Gefösskörper, 
Opiatzungen in der Oberfläche. Braun-grauer Ton. 
Herzförmig. Zwei breite waagerechte durchbohrte 
:hnurösen, gerader Rand, unebene Standfläche. 
Neun waagerechte Wellenlinien umlaufen das Ge- 
ss, beim Rand beginnend bis über die Henkel. Von 
nen gehen an drei Stellen je vier senkrechte 
Wellenlinien aus und zum Fuss herunter, der von vier 
aagerechten Wellenlinien umzogen ist. Reste von 
reislinien finden sich auf dem Rand. 

Der Form nach stehen Corpus 4 A-C (SD 49; 49, 
); 52, 53) am nächsten, der Dekor ist bei 5 N 
emlich ähnlich. Vgl. auch Scharff, Altertümer 1, 
Ir. 345. 


80. MM 18 845: H 11,4, ÄD 8,8, CO 3,9, StD 2,9 cm 

Intakt. Unregelmässige Gefässoberfläche. Beige-brau- 
ner Ton. 

Herzförmig. Zwei breite waagerechte angebohrte 
Schnurösen, gerader Rand, unebene Standfläche. 

Vier sorgfältig gemalte vertikale Streifen, gefüllt mit 
horizontalen Wellenlinien, überziehen den Gefäss- 
körper und die Henkel. Farbkreise sind auf die 
Standfläche, Abschnitte von Wellenlinien auf den 
Rand gemalt. 

Corpus 10 K (SD 46-63). 








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81. MM 10 623: aus Bruntons Mostagedda<}rabungen. 
H 12,3, ÄD 9.9, ÖD 3.9^,!. StD 3,35 cm 

Zwei Herausschläge im Rand, von denen Sprünge 
ausgehen. Beige4)rauner Ton. 

Herzförmig. Zwei breite waagerechte durchbohrte 
Schnurösen, gerader Rand, unebene Standfläche. 

Vier breite senkrechte Streifen, gefüllt mit waage- 
rechten Wellenlinien, überziehen Gefässkörper und 
Henkel vom Rand ausgehend bis zum Fuss. Dort 
treffen sie auf eine Spirale, die die Standfläche bedeckt. 
£>er Rand trägt acht Wellenabschnitte in zwei Kreisen. 
Corpus 10 K (SD 46-63). 


82. MM 18846: H 16,2, ÄD 13,8, ÖD 6,4, StD 5,3 cn 

Intakt bis auf kleine Herausschläge im Rand. Beg^ 
brauner Ton mit stellenweise weissem Belag. 

Herzförmig. Zwei breite waagerechte durchbofartd 
Schnurösen, gerader Rand, unebene Standfläche. 

Vier breite vertikale Streifen, gefüUt mit horizoD- 
talen Wellenlinien, überziehen den Gefässkörper. 
Wellenlinien sind auch auf den Rand gemalt. Fai6 
spuren finden sich auf der Standfläche. 

Corpus 10 K (SD 46-63) oder L (SD 46-48). 



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3- MM J8848:H 19,5,ÄDl5,2,<to7,2. SflDScm 

^ 1 ^^**^**^. '® Rand, dreieckiges Loch im Ge- 
• rif 1 davon ausgehenden Sprüngen. 

“ ^ stellenweise braun-grau. 

. breite waagerechte durchbohrte 

gerader Rand, unebene Standfläche. 

/ II reite vertikale Streifen, die mit horizontalen 
fe ir überziehen Gefässkörper und 

4 ^ Spuren zweier konzentrischer Kreise finden 
Rand. Eine Spirale bedeckt die Stand- 
e un reicht mit einem Ring bis auf den Ge- 
LSsfuss hinauf. 

10 L (® 46-48) steht am nächsten, bei dem 
öc eine Spirale um den Fuss vorkommt. 


84. MM 18797: H 19,2, ÄD 15,7, (to 9, StD 4,8 cm 

Intakt bis auf drei modern geflickte Stellen im Rand. 
Beige -brauner Ton, stellenweise hellerer Belag. 

Herzförmig. Zwei breite waagerechte durchbohrte 
Schnurösen, gerader Rand, unebene Standfläche. 

Fünf unterschiedlich breite vertücale Bänder, mit 
horizontalen Wellenlinien gefüllt, gehen vom Rand bis 
zum Fuss des Gefässes; je ein Band läuft über die 
Henkel. Eine Spirale bedeckt die Standfläche. Farb- 
spuren finden sich auf dem Rand. 

Corpus 10 L (SD 46-48). 




55 


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85. MM 10 280: H 18, ÄD 12,3, ÖD 7,4, StD 3,9 cm 

Herausbruch im Rand, Abstossung in der Gefilss wand. 
Beige-brauner Ton. 

Herzförmig. Zwei breite waagerechte durchbohrte 
Schnurösen, gerader Rand, unebene Standfläche. 

Fünf vertikale Bänder, mit horizontalen Wellenlinien 
gefüllt, überziehen den Gefässkörper, vier sind unge- 
fähr gleich breit, eins ist bedeutend breiter. Ein Band 
läuft über einen Henkel, während der andere von zwei 
Bändern überschnitten wird. Ein Rhombenmuster ist 
auf den Rand, eine Spirale auf die Standfläche gemalt. 

Corpus 10 L, das jedoch voluminöser ist (SD 46> 
48). Früher abgebildet in Egyptiska museet Stockholm, 
Taf. 2 rechts. 


86. MM 11 1 10: H 17,5, ÄD 12,6, ÖD 6,95, StD 6 J5 cm 

Korrodierter Rand; ein den ganzen Köiper unl 2 i^ 
hender Sprung ist an einer Stelle mit Gips geflkit 
und aussen rot übermalt. Beige-brauner Ton unto- 
schiedlicher Farbintensität. 

Herzförmig. Zwei breite waagerechte durchbohne 
Schnurösen, gerader Rand, deutlich abgesetzte grosse 
unebene Standfläche. 

Fünf flüchtig gezeichnete, unterschiedlich breite 
vertikale Streifen, mit flüchtigen waagerechten Stri- 
chen gefüOt, überziehen den Gefässkörper. Zwei voni 
ihnen liegen ohne Zwischenraum neben einander undi 
überschneiden einen Henkel; der andere wird von nuri 
einem Streifen überschnitten. Reste eines Rhombeo-j 
musters finden sich auf dem Rand. Die Standfläche 
trägt eine unordentlich gezeichnete Spirale. 

Corpus 10 L (SD 46-48), das aber voluminöser ist. 




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. MM 18 844: H 10,8, ÄD 7,8, ÖD 3,9, StD 2,6 cm 

:akt, starke Korrosion des Randes und der Gefass- 
erfläche. Beige-brauner Ton mit helleren Flecken. 
Herzförmig. Zwei breite waagerechte angebohrte 
hnurösen, gerader Rand, unebene Standfläche. 

Zehn unregelmässige Längsstreifen, z.T. mit flüch- 
gemalten horizontalen Wellenlinien gefüllt, über- 
hen den Gefasskörper. Farbspuren finden sich auf 
in Rand und der Standfläche. 

Zorpus 10 C (SD 44) kommt am nächsten, ist aber 
gfältiger bemalt. 


88. MM 1 1 108: H 9,5, ÄD 7, (to 3,1 cm 

Herausbrüche im Rand und Sprünge in derGeßissober- 
fläche. Beige-brauner Ton. 

Ovoid. Zwei breite waagerechte durchbohrte 
Schnurösen, gerader Rand. 

Der ganze Gefasskörper ist mit acht unregelmäs- 
sigen, flüchtig gemalten vertikalen Streifen überzogen, 
die manchmal ganz, manchmal nur oben mit un- 
ordentlichen Wellenlinien ausgefüllt sind. Auf dem 
Rand finden sich Farbspuren. 

Der Form nach steht Corpus 10 G (SD 31, 41, 61) 
am nächsten, der Dekor ist jedoch abweichend. 


Buktin 10 1975 


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89. MM 10952: H 12,2, AD 8,7, ÖD 4,45, StD 2,6 cm 

Intakt bis auf drei Herausschläfe im Rand. Bcife- 
brauner Ton. 

Herzförmig. Zwei breite waagerechte durchbohrte 
Schnurösen, gerader Rand, unebene Standfläche. 

Fünf ganz mit Farbe ausgefullte, unterschiedlich 
breite vertikale Streifen überziehen den Gefässkörper. 
Striche sind auf den Rand, eine Spirale auf die 
Standfläche gemalt, die mit einem Ring auf den 
Gefässfuss übergreift. 

Dieser Typ fehlt bei Petrie; die Form ähnelt Corpus 
10 K (SD 46-63), für die aber keine ausgefüllten 
Streifen bekannt zu sein scheinen. 


90. MM 18831: H 14,9, AD 11,2,006,6, SO 3,8ca 

Beschädigungen am Rand und an cincfB Hcakd 
rauhe Gclissoberfläche. Rötlicher bis grauer Ton. 

Herzförmig. Zwei breite waagerechte dufchbokn 
Schnurösen, gerader Rand, unebene Standfläche. 

Fünf waagerechte Streifen, gefüUt mit senkrechte 
Wellenlinien, umziehen dasGeföss vom Hals bis etwa 
über die Standfläche. Der Rand trägt zu ihm senkrechi 
Striche. 

Form und Dekor kommen Corpus 5 D am nächsten 



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MM 10 287: H 6,4, ÄD 8,35, 3,7 cm 

ikt bis auf Beschädigungen am Rand; z.T. korro- 
rte Oberfläche. Grauer Ton. 

Iphärisch. Zwei breite waagerechte angebohrte 
murösen; gerader Rand. 

<^ier waagerechte Streifen, mit senkrechten Linien 
ülh, umziehen den ganzen Gefässkörper. Den 
Schluss auf der Standfläche bildet ein Kreis mit 
gezeichneten Karos. Die Henkel sind mit senk- 
hten Strichen und einer waagerechten Linie bemalt, 
‘ Rand mit zu ihm senkrecht stehenden Linien. 

/gl. Corpus 69. Früher abgebildet in Wängstedt, 
yptiskt konsthantverk, Abb. auf S. 3. 


92. MM 10278: H 8,2, ÄD 6,9, (X> 2,5, StD 3,3 cm 

Intakt bis auf zwei Herausbrüche im Rand. Beige- 
brauner Ton. 

Herzförmig. Zwei breite waagerechte angebohrte 
Schnurösen, gerader Rand, unebene Standfläche. 

Der grösste Teil des Gefasskörpers, mit Ausnahme 
eines schmalen Hals- und breiteren Fusstreifens, ist 
von zwei horizontalen Streifen überzogen, einem 
oberen schmalen und unteren breiten, in denen Felder 
mit Kreuzstrichen und unausgefüUte schachbrettartig 
miteinander abwechseln. Striche sind auf den breiten 
Rand, Schräg- bzw. Kreuzstriche auf die Henkel 
gemalt. 

Das Stück kommt Corpus 13 K am nächsten. 



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93. MM 18828: H 7,75, AD 9,6, ÖD 4,1 cm 

DasGeföss war mittendurch gebrochen und ist modern 
geklebt; in der Bruchlinie fehlen kleine Stücke. 
Beschädigungen am Rand, stellenweise korrodierte 
Gefössoberfläche. Beige-brauner Ton. 

Unregelmässig sphärisch. Zwei breite waagerechte 
durchbohrte Schnurösen, gerader Rand. 

Das ganze Gefäss mit Rand und Henkeln ist von 
waagerechten Wellenlinien umzogen, die auf der leicht 
gewölbten Bodenfläche in einer Spirale enden. 
Brunton, Mostagedda, pl. XXXV 8 (SD 4S-53). 


94. MM 18822: H 7,3, Ad 10,1, ÖD 3,9 cm 

Intakt bis auf einen Herausschlag im Rand. Röt^ 
licher Ton mit stellenweise hellerem Belag. 

Sphärisch. Zwei breite waagerechte angebohrtc 
Schnurösen, gerader Rand. 

Die Fläche zwischen den Henkeln ist auf jedei 
Seite vom Rand aus mit waagerechten, in der Mitte 
nach oben geknickten Linien bemalt. Neben da 
Henkeln ist freier Raum gelassen, sie selbst sind ml 
Strichen bemalt wie auch der Rand. Den Ge&sboda 
überziehen zwei sich kreuzende Bänder von je drei 
Wellenlinien. 

Corpus 9 H. 




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5. MM 10956: H 8,3, ÄD 10,25, 4,55 cm 

itakt bis auf Herausschläge im Rand. Beige-brauner 
on. 

Sphärisch. Zwei breite waagerechte durchbohrte 
chnurösen, nach innen abgeschrägter Rand. 

Die Bemalung ist sehr flüchtig und unregelmässig 
id anscheinend ohne Parallele: unter dem Rand be- 
nden sich zunächst waagerechte gewellte Linien, die 
ch über die Henkel nach unten fortsetzen, während 
vischen diese senkrechte Linien und einige Punkte 
itnalt sind. Der untere Gefässteil ist von einer 
x)ssen Spirale bedeckt, der Rand trägt ein Rhomben- 
usier. 

Die Form entspricht der Corpw5-Gruppe 9, der 
ekor ist jedoch abweichend. 


96. MME 1969:96: H 12,8, ÄD 17,2, ÖD 7,7-7 ,9 cm 

Leichte Beschädigungen am Rand, an den Henkeln 
und in der Bodenfläche. Moderne Reparaturen im 
Rand. Beige-brauner Ton. 

Sphärisch. Zwei breite waagerechte durchbohrte 
Schnurösen, gerader Rand. 

Vier senkrechte Bänder, gefüllt mit waagerechten 
Wellenlinien, ziehen sich über den Gefasskörper und 
über die Henkel vom Rand bis zu einer Spirale, die 
die leicht gewölbte Bodenfläche bedeckt. Der Rand ist 
mit kreisförmigen Wellenlinien bemalt. 

Corpus 68 B (Petrie, Prehistoric Egypt, 21: 68 be- 
ginnt mit SD 39). 


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97. MM 18847: H 13, ÄD 17,9, C)D 8,3-8,6cm 

Ein modern geklebter Sprung geht durch das ganze 
Gefäss, Stücke im Boden fehlen. Korrosion am Rand 
und in der Oberfläche in der oberen Gefässzone. 
Beige-brauner Ton. 

Sphärisch. Zwei breite waagerechte durchbohrte 
Schnurösen, leicht nach innen abgeschrägter Rand. 

Sechs senkrechte Streifen, gefülh mit waagerechten 
Wellenlinien, überziehen Gefässkörper und Henkel. 
Sie münden auf eine Spirale, die vom Mittelpunkt des 
leicht gewölbten Bodens ausgeht. 

Form und Dekor sind entsprechend bei Corpus 
68 A (SD 39^1), B, M (SD 63), die jedoch nicht 
so sorgfältig bemalt sind. 


98. MM 10 290: H 12, ÄD 18,7, ÖD 7 cm 

Leichte Abschürfungen am Rand und an den HcJ 
kein und einige Sprunge in der Gefössoberflächej 
Beige-brauner Ton, stellenweise glänzend. 

Unregelmässig sphärisch. Zwei breite waagerecht 
durchbohrte Schnurösen, von denen eine ein Bohrlocfa 
an der Unterseite hat; gerader Rand. 

Acht senkrechte Streifen, gefüllt mit waagerechte« 
Wellenlinien, überziehen den Gefässkörper vom Rand 
aus, zwei davon laufen auch über die Henkel. Di^ 
Streifen treffen auf eine Spirale in der Mitte dt 
Bodens. Der Rand ist mit Rhomben bemalt. 

Vgl. Corpus 68 A (SD 39^1); 68 B; 68 M (SD töl 
Zur Politur cf. Lucas, Materials*, 370 f. und Möller, 
Abusir el-Meleq, 22 undTaf. 12, 35. 



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MM 18843: H 14,8, ÄD 22,1, (to 8-8, 6 cm 

äs Gefass war ganz in Stücke geschlagen und ist 
ödem mit Gips und Klebstoff zusamnjengesetzt 
Orden; ein Henkel ist zur Hälfte aus Gips ergänzt, 
sige-brauner Ton. 

Sphärisch. Zwei breite waagerechte durchbohrte 
hnurösen, gerader Rand. 

Zehn senkrechte Streifen, gefüllt mit waagerechten 
ellenlinien, überziehen Gefflsskörper und Henkel. 
t treffen auf eine Spirale in der Mitte der leicht 
wölbten Bodenfläche auf. Der Rand ist mit zu ihm 
nkrecht stehenden Strichen bemalt. 

Vgl. Corpus 68 A (SD 39^1), 68 M (SD 63). 


100. MM 18876: H 15,3, ÄD 8,7, (to 4,1, StD 4,4 cm 

Herausschläge im Rand und kleine Verletzungen der 
Gefassoberfläche. Beige-brauner Ton, stellenweise 
glänzend. 

Wellenhenkelgeffiss. Zwei deutliche Wellenhenkel, 
runder Rand, unebene Standfläche. 

Oberhalb der Henkel ziehen sich drei Abschnitte 
von je sechs waagerechten Wellenlinien um das 
Gefäss, unterhalb der Henkel sind es drei Abschnitte 
zu vierzehn waagerechten Linien, die gegen die drei 
oberen schachbrettartig versetzt sind. 

Corpus 5 H (SD 62) und 12 D stehen nahe, 
weichen aber im Dekor etwas ab. Zur Politur cf. 
Lucas, Materials^, 370 f. und Möller, Abusir el-Meleq, 
22undTaf. 12, 35. 



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101. MM 10S06: H 14,6, ÄD 7,8, ^ 3.8^.4. SiD 
3,5 cm 

Herausschläge im Rand, kleine Beschädigungen in der 
Gefässoberfläche. Beige-brauner Ton. 

Wellenhenkelgefäss. Zwei nicht sehr schöne Wellen- 
henkel, runder Rand, unebene Standfläche. 

Zwei Gruppen gewellter waagerechter Linien ziehen 
sich zwischen den Henkeln hin, über einen Henkel 
laufen ausserdem drei senkrechte Linien zum Hals. 
Drei Abschnitte zu je sechs Linien verlaufen um die 
Gefässmitte, zwei ähnliche um den Fuss, zwischen 
ihnen drei senkrechte Striche. 

Verwandt nach Form und Dekor sind Corpus 5 H 
(SD 62), 12 D und Petrie-Quibell, Naqada and Bailas, 
pl. XXXIII 3. 


102. MM 18 877: H 13,3, ÄD 7,7, ÖD 3,8, StD 3,15- 
3,45 cm 

Ein grosser Herausschlag im Rand, korrodierte Gt\ 
fässoberfläche. Beige-brauner Ton, stellenweise mi^ 
hellerem Belag. 

Wellenhenkelgefiiss. Zwei deutliche WeUenbeakdJ 
runder Rand, unebene Standfläche. 

Sieben Streifen waagerechter Wellenlinien umzkhei^ 
den Gefilsskörper in unterschiedlicher Höhe. 

Vgl. Corpus 5 H (SD 62) und 12 D; Petrie-Quä)dl| 
Naqada and Ballas, pl. XXXIII 3. | 



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1)3. MM 13961: H 23,7, ÄD 14,9, ÖD 8,3-8,5, S© 
cm 

wei vom Rand ausgehende Sprünge und drei kleine 
ipsreparaturen im Gefässkörper. Rötlicher Ton. 
Wellenhenkelgefäss. Das Gefass hat zwei schöne 
reite Wellenhenkel und etwas höher zwei breite 
aagerechte durchbohrte Schnurösen. Runder Rand, 
osse, etwas unebene Standfläche. 

Sechs konzentrische Wellenlinien umziehen den 
als, weitere Wellenlinienabschnitte ziehen sich über 
le vier Henkel. 

Gefasse mit Wellenhenkeln und Schnurösen finden 
ch z.B. in Corpus Gruppe 2 (nach Petric, Pre- 
storic Egypt, 17: SD 52, 60-05), jedoch mit ab- 
eichendem Dekor. Vgl. auch Garstang, Mahasna, 
l. XXV 7. 


104. MM 11 139: H 22,8, ÄD 18, ÖD 7,4-8,5, StD 
8,3 cm 

Intakt bis auf Herausschläge im Rand. Beige-brauner 
Ton. 

Länglich-bauchig. Keine Henkel, runder Rand, 
unebene Standfläche. 

Unter dem Rand umziehen sechs waagerechte 
Wellenlinien den Gefässkörper. Daran schliessen sich 
dem Fuss zu acht Abschnitte waagerechter Wellen- 
linien, drei zu 16, fünf zu 14 Linien, an mit unbe- 
malten Zwischenräumen dazwischen. 

Die Form steht den 20er Typen des Corpus nahe, 
sie ist nicht so bauchig wie 20 N, aber auch nicht 
so schlank wie 20 C (SD 75). Der Dekor ähnelt Mond- 
Mycrs, Armani I, pl. XXV, D 10 gl (SD 50-^3?), der 
dort jedoch bis zum Fuss herunterreicht. 



-Buleiin 10 1973 


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105. MM 18787: H 28,3, ÄD 16,1, ÖD 7,5-7,7, StD 
5,3 cm 

Intakt bis auf leichte Herausschläge im Rand; rauhe, 
z.T. korrodierte Oberfläche. Grauer Ton. 

Länglich. Keine Henkel, abgesetzter, wohl geson- 
dert gedrehter Hals, runder Rand, unebene Stand- 
fläche. 

Unter dem Hals gibt es vier Abschnitte von je zwölf 
waagerechten, fluchtig gemalten Wellenlinien mit 
freiem Raum dazwischen, die etwa ein Drittel des 
Gefasskörpers bedecken. 

Die Form kommt Corpus 20 C nahe (SD 75), der 
Dekor ist etwas abweichend. Zum gesondert gedrehten 
Hals cf. Baumgartel, Predynastic Egypt, 28 und 
Mond-Myers, 1, 167 und 177 flf. 



106. MM 10 302: H 1 5,6, ÄD 13,8, ÖD 5,8, StD 4,8 cm 

Intakt bis auf einen Sprung am Fuss. Beige-braunq 
Ton. 

Bauchig. Keine Henkel, deutlich abgesetzter, woli| 
gesondert gedrehter Hals, runder Rand, unebem 
Standfläche. 

Die obere Hälfte des Gefasskörpers ist mh zebi^ 
verschieden breiten Gruppen waagerechter, leidil 
gewellter Striche in wechselnder Anzahl bemalt. Dies^ 
Gruppen sind am Hals z.T. schräg gestellt. I 

Corpus 20 M (SD 62-71). Zum gesondert gedrehte^ 
Hals cf. Baumgartel, Predynastic Egypt, 28 ud 
Mond-Myers,i4r/na/t/ 1, 167 und 177 ff. 



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7. MM 18 813: H 10,5, ÄD 12, (to 5 cm 

takt bis auf Herausschläge im Rand. Rötlicher Ton. 
Sphärisch. Keine Henkel; der Hals ist deutlich 
gesetzt und wohl gesondert gedreht; runder Rand. 
Fünf^hn Gruppen von je drei waagerechten Wel- 
ilinien umgeben in zwei Ringen den oberen Gefass- 
rper, z.T. schachbrettartig versetzt. 

[>iese Form ohne Ösen fehlt im Corpus; vgl. aber 
trie, Tarkhan II, pl. XXXI 87 k. Zum gesondert 
drehten Hals cf. Baumgartel, Predynastic Egypt, 28 
d Mond-Myers, Armani I, 167 und 177 flf. 



108. MM 1 1 429: H 17,7, ÄD 18,3, ÖD 7, StD 4,9 cm 

Intakt bis auf einige Oberflächenbeschädigungen. 
Beige-brauner Ton. 

Bauchig. Zwei schmale, waagerecht durchbohrte 
Schnurösen, runder Rand, unebene kleine Standfläche. 
DerGe&sskörper ist sehr bauchig und läuft spitz zu. 

Drei Abschnitte von je neun Wellenlinien umziehen 
Hals und Henkel in waagerechter Richtung. Darunter 
umlaufen fünf entsprechende Abschnitte den Gefass- 
körper; alle sind unterschiedlich breit. 

Form und Dekor sind nicht genau in dieser Art be- 
legt, kommen jedoch Corpus 12 B (SD 41-64) am 
nächsten. 



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109. MM 18788: H 46,2, ÄD 31,6, ÖD 8.6-8,8cm 

Intakt bis auf Sprünge und kleinere Unregelmässig- 
keiten in der Gefössoberfläche. Hellgrauer Ton, 
stellen wiese rötlich. 

Ovoid. Keine Henkel; scharf abgesetzter, wohl 
gesondert gedrehter Hals, runder Rand, spitz zu- 
laufender gerundeter Boden. 

Drei Abschnitte von je zehn waagerechten Wel- 
lenlinien umziehen die Schulter. Zwei ,,pot-marks'' 
sind eingeritzt: ein grosses auf dem Gefiisskörper und 
ein kleines unterhalb des Randes. 

Vgl. Scharff, Altertümer I, Taf. 34, Nr. 342 und 
S. 155: Form und Ton sind typisch für Petries Gruppe 
„Lflfe“ (cf. Corpus pl. 49, Nr. 47 A). Zu den ,j>ot- 
marks**: Petrie, Diospolis parva, 29; Baumgartel, 
Cultures I, 33. Listen in: Petrie, Diospolis parva, pl. 
XX-XXlll: die Gruppe 130-161 steht dem x unterhalb 
des Randes nahe, Nr. 186 der Marke auf dem 
Gefässkörper; Petrie, Tarkhan 11, pl. XX-XXI (SD 
80-81); Brunton, Mostagedda, pl. XXXVIll und p. 
85; Randall-Maciver/Mace, £/i4/nrn/i, pl. XVII; Brun- 
ton, Matmar, pl. XXll und p. 18; Brunton/Caton- 
TYkomp^n ^ Badarian Civilisation, pl. LIV f. und p. 55: 
Einritzungen vor dem Brennen sollen sich auf den 
Hersteller, nach dem Brennen auf den Besitzer 
beziehen. Zum gesondert gedrehten Hals cf. Baum- 
gartel, Predynastic Egypt, 28 und Mond-Myers, i4r- 
mant I, 167 und 177 ff. 





110. MM 18 812: H 17,8, ÄD 15,6, ÖD 8.2-9,3, SC 
8 cm. Deckel: H 4,4, D 9,4 cm 

Ein grosses Stück des Gefiisskörpers, das herausge 
brochen war, ist modern geklebt; kleine Beschädi 
gungen am Rand. Rötliche Oberfläche mit heUeiei 
Reken, die wohl Reste eines Überzuges sind. 

Deckelgefäss. Keine Henkel; kein äusserer Rand 
sondern eine innere Kante mit vier Durchbohningca 
eine davon auQseschlagen. Durch diese Locher und da 
in der Spitze des Deckels wurden Schnüre zur Be 
festigung des Deckels gezogen. Dieser ist von kegd 
förmiger Gestah und innen hohl. 

Die obere Hälfte des Gefässkörpers ist mit breitei 
horizontalen Streifen von je fünf Wellenlinien bemalt. 

Der Form nach stehen Corpus 20 B und BruntonI 
Caton-Thompson, Badarian Civilisation, pl. XXXDC, 
20 b2 und 20 b3 (SD 78) nahe, die jedoch im Deka 
abweichen; vgl. auch Brunton, Matmar, pl. XXI V 
das undekoriert ist. 2Uim Überzug cf. Lucas, Matm 
ab*, 383 und die dort zitierte Literatur. 



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I. MM 18 814: H 14, ÄD 13, 7. ÖD 4, 4, so 6, 9 cm 

takt bis auf einen Herausschlag im Rand. Hell- 
auer Ton mit rötlichen Flecken. 

Bauchig. Keine Henkel. Der lange eingezogene Hals 
it dem nach aussen umgebogenen runden Rand 
heint gesondert gedreht und eingesetzt zu sein. 
x>sse, etwas unebene Standfläche. 

Vier konzentrische Wellenbänder umziehen den 
eren Gefasskörper. Eine Einritzung unten am 
^sskörper könnte möglicherweise ein ,j}ohmark*" 
in. Dieser Typ scheint sonst nicht belegt zu sein. 

Zur Gefässform vgl. Petrie, Tarkhan 11 , pl. XXXI 
s (SD 78 ) und Brunton, Qau and Badari 1 , pl. XV 
E2, die jedoch undekoriert sind; zur späten 
itierung: Scharff, Altertümer 1 , 143 und Baumgartel, 
iltures I, 88; zum Gefäss mit gesondert gedrehtem 
ils: Baumgartel, Predynastic Egypt, 28 und Mond- 
yers, Armant 1 , 167 u. 177 ff. Zu den ,j}ot-marks"* 
1. die Literatur bei Kat.nr. 109. 



112. MM 18815: H 7,3, ÄD 8,2, ÖD 3,5 cm 

Intakt bis auf einen Herausschlag im Rand. Beige- 
brauner Ton. 

Sphärisch. Die zwei ziemlich kleinen Henkel sind 
senkrecht durchbohrt und liegen nicht genau auf dem 
Gefässdurchmesser. Runder Rand. 

Ein waagerechtes Band von drei Wellenlinien um- 
läuft das Gefäss zwischen dem Rand und den Henkeln, 
ein zweites unterhalb der Henkel. Vier Gruppen von je 
drei Strichen sind auf den Rand gemalt. 

Die sphärische Form ist geläufig, jedoch mit 
senkrecht durchbohrten Henkeln und diesem Dekor im 
Corpus nicht belegt. Vgl. sonst z.B. 9G (SD 33-63). 



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113. MM 11 083: H 6,2, ÄD 8,2, ÖD 6,5, SO 7,4 cm 


114. MM 18 836: H 7,2, ÄD 18,6, ÖD 17, SO 4,9 cm 


Leichte Beschädigungen am Rand. Beige-brauner Ton. 

Niedriger Becher. Keine Henkel, rund nach aussen 
umgebogener unregelmässiger Rand, etwas unebener 
Boden. 

Acht Gruppen zu je vier Wellenlinien bedecken den 
ganzen Gefässkörper schachbrettartig. 

Vgl. Petrie, Tarkhan II, pl. XXXI 91 r (SD 77), das 
auch Gruppen von Wellenlinien, jedoch nicht 
schachbrettartig versetzt, aufweist. Früher abge- 
bildet in Wängstedt, Egyptiskt konsthantverk, Abb. 
auf S. 3. 



Intakt. Hellgrauer Ton, stellenweise rötlich. 

Offene Schale. Aussen markierter runder Rand, un* 
ebener Boden. 

Aussendekor: Fünf Abschnitte von je sechs waage^ 
rechten Wellenlinien umziehen den Rand. Innendekor 
Vier Abschnitte von je neun waagerechten, in dd 
Mitte nach oben geknickten Linien finden sich aio 
Rand, Gruppen von drei und sechs Wellenlinien in 
der Mitte. Der Rand trägt Gruppen von Strichen. 

Die Form kommt Corpus 79 M (nach Petrie, /VfJ 
histork Egypt, 21: SD 60 und später) am nächsten, 
bei dem die Wellenlinien jedoch senkrecht, nichl 
parallel zum Rand verlaufen. Die Form ist häufig Ü 
Negade 1, aber nur selten in Negade II belegt. 



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15. MM 11091:H 15,7.ÄD 13,3, ÖD7,9, SO 6,6cm 

itakt bis auf einen Sprung. Rötlicher Ton. 
Deckelgefass. Keine Henkel. Kein äusserer Rand, 
igegen eine innere Kante mit vier Durchbohrungen 
im Anbringen eines Deckels, der nicht erhalten ist. 
Die obere Hälfte des Gefasskörpers ist mit ver- 
reuten Gruppen von je drei waagerechten Wellen- 
den fluchtig bemalt. 

Die Form gleicht Corpus 20 B, das jedoch senk- 
chte und waagerechte Wellenlinien aufweist. Vgl. 
ich Brunton/Caton-Thompson, Badarian Civilisa- 
m, pl. XXXIX 20 b2 und 20 b3 (SD 78), die aber 
enfalls im Dekor abweichen, und Brunton, Matmar, 

. XXI 8, das undekoriert ist. 



1 16. MM 10 300: H 24,6, ÄD 20,3, ÖD 7,3, SO 6,5 cm 

Ein Herausschlag im Rand, Unebenheiten in der 
Gefassoberfläche. Hellgrauer Ton mit einem grossen 
rötlichen Fleck. 

Bauchig. Keine Henkel, leicht abgesetzter, vielleicht 
gesondert gedrehter Hals, runder Rand, unebene 
Standfläche. 

Waagerechte kurze dicke Striche sind vom Hals 
bis etwa zur weitesten Stelle aufgemalt. 

Corpus 66 B (SD 69, 75) kommt am nächsten. Zum 
gesondert gedrehten Hals cf. Baumgartel, Predynastic 
Egypl* 28 und Mond-Myers, Armant I, 167 und 177 ff. 



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117. MM 18798: H 23,6, ÄD 20,1, ÖD 7,3-7,6, SO 
6,4-6,7 cm 

Je ein Herausschlag im Rand, in der Gefässoberfläche 
und in der Standfläche. Vier nnodeme Klebungen in der 
Standfläche. Beige-brauner Ton. 

Bauchig. Keine Henkel, deutlich abgesetzter, 
vielleicht gesondert gedrehter Hals, runder Rand, sehr 
unebene Standfläche. 

Kurze leicht gebogene Striche bedecken in waage- 
rechter Richtung denGefässkörper vom Hals bis etwas 
über die Mitte hinaus. 

Corpus 66 B (SD 69, 75) kommt am nächsten, ist 
aber etwas unregelmässiger im Dekor. Zum gesondert 
gedrehten Hals cf. Baumgartel, Predynastic Egypt, 28 
und Mond-^yers, Armani 1, 167 und 177 ff. 


118. MM 18801:H 16,5,AD13,ÖD5,6-5,8,StD6ci^ 
Intakt. Roter Ton. 

Bauchig. Keine Henkel, langer abgesetzter, wall 
gesondert gedrehter Hals, runder Rand, unebea 
Standfläche. 

Bogenförmige Striche in waagerechter Richtung ua 
unregelmässiger Anordnung bedecken den Geflsskä 
per. 

Am nächsten steht Corpus 66 K (SD 70?), dessel 
Hals jedoch nicht so lang ist. Zum gesondert g 
drehten Hals cf. Baumgartel, Predynastic Egypt, 2 
und Mond-Myers, Armani 1, 167 und 177 ff. 



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19. MM 10304: H 12,9, ÄD 12,6, ÖD 5,45-5,9, SO 
8 cm 

itakt. Grauer Ton, stellenweise etwas glänzend. 
Bauchig. Keine Henkel, runder unregelmässiger 
and, unebene Standfläche. 

Unregelmässige bogenförmige und kommaartige 
liehe bedecken den Gefasskörper. 

Corpus 66 C, nach Petrie, Prehistoric Egypt, 17: 
> SD 69. Zur Politur cf. Lucas, Materials*, 370 f. 
id Möller, Abusir el-Meleq, 22 und Taf. 12, 35. 


120. MM 18 849: H 20, ÄD 18,5, ÖD 7,7, StD 6,9 cm 

Intakt. Ziemlich korrodierter Rand. Der helle Überzug, 
auf den die Bemalung aufgetragen ist, ist z.T. ab- 
gesprungen. Beige-brauner Ton. 

Bauchig. Keine Henkel, abgesetzter vielleicht 
gesondert gedrehter Hals, runder Rand, unebene 
Standfläche. 

Unterhalb des Randes umgeben fünf waagerechte 
Streifen von je vierzehn Wellenlinien das Gefäss, die 
durch fünf Bänder je zweier senkrechter Wellenlinien 
von einander getrennt sind. Der Dekor reicht etwa 
bis zur weitesten Ausbuchtung desGefasskörpers. 

Der Form nach ist Corpus 20 N entsprechend, das 
im Dekor jedoch abweicht. Zum Überzug cf. Lucas, 
Materials*, 383 und die dort zitierte Literatur. Zum 
gesondert gedrehten Hals cf. Baumgartel, Predynasiic 
Egypt, 28 und Mond-Myers, Armant I, 167 und 177 ff. 



Bulletin 10 1973 


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121. MM 18842: H 19,2, ÄD 17,5, ÖD 4,9, SO 5,9 cm 

Intakt bis auf Herausschläge ün Rand. Beige-brauner 
Ton. 

Bauchig. Keine Henkel, abgesetzter, vielleicht ge- 
sondert gedrehter Hals, runder Rand, unebene Stand- 
fläche. 

Unterhalb des Randes umgeben fünf Bänder von je 
neun waagerechten Linien das Gefäss, zwischen die 
fünf Bänder von je drei senkrechten eingeschoben 
sind. Die Senkrechten werden nach einem freien 
Zwischenraum von drei waagerechten Strichen ge- 
schnitten, wobei ein Karomuster entsteht. Der untere 
Abschnitt des Gefässes und die Standfläche sind un- 
bemalt. 

Die Form kommt Corpus 20 N sehr nahe, das 
jedoch im Dekor nicht so durchgearbeitet ist; stärker 
noch durchkomponiert als das hier behandehe Stück 
ist 21 M, vgl. auch Petrie, Diospolis parva, pl. XV 
21 b. Zum gesondert gedrehten Hals cf. Baumgartel, 
Predynastic Egypt, 28 und Mond-Myers, Armant 1, 
167 und 177 ff. 


122. MM 18832: H 15,5, ÄD 17,1, ÖD 6,6-7,l cm 

Intakt; stellenweise etwas korrodierte Gefassoberj 
fläche. Hellgrauer Ton, stellenweise rütlich. 

Sphärisch. Keine Henkel. Der Hals und der unrege^ 
mässig runde Rand köruiten gesondert gedreht sein. 

Sechs Gruppen zu je vier senkrechten Wefle^ 
linien laufen vom Hals aus dem gerundeten Boden zii.| 
Das Gefäss gehört zu Corpus 26 G, 27 F und 
die jedoch einen geraden Boden haben. Unten abfci 
rundet, aber leicht abweichend im Dekor ist 26 M 
Zum gesondert gedrehten Hals cf. Baumgartel, Pre 
dynastic Egypt, 28 und Mond-Myers, Armant 1, 16 ' 
und 177 ff. 



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3. MM 18830: H 14,4, ÄD 13,5, ÖD 6-6,2, StD 
)cm 

takt bis auf Sprünge im Rand und Unregelmässig- 
iten in der Gefössoberfläche. Grauer Ton. 

Bauchig. Keine Henkel, abgesetzter, vielleicht 
sondert gedrehter Hals, runder unregelmässiger 
nd mit zu ihm senkrecht stehenden Einritzungen, 
ebene Standfläche. 

Neun Gruppen von je drei senkrechten Wellenlinien 
ifen in unregelmässigem Abstand vom Hals gegen 
; Standfläche desGefässes. 

Vg\. Corpus 26 G, 27 F und G. Zum gesondert 
Irehten Hals cf. Baumgartel, Predynastic Egypt, 28 
d Mond-Myers, Armani 1, 167 und 177 ff. 



124. MM 18834: H 13, ÄD 14, ÖD 5,1, StD 5,7 cm 

Intakt. Beige-brauner Ton. 

Bauchig. Keine Henkel, runder Rand, unebene 
Standfläche. 

Fünf Gruppen von je vier senkrechten Linien laufen 
vom Hals gegen die Standfläche des Gefässes, wo sie 
in unterschiedlicher Höhe enden. 

Vgl. Corpus 26 G, 27 F und G; auch Scharff, 
Altertümer I, Nr. 343. 



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125. MM 18837; H 18,8, Ad 16, ÖD 4,6 cm 

Hals und Rand sind grossenteils abgeschlagen; stellen- 
weise korrodierte Gefässoberfläche. Hellgrauer Ton, 
anscheinend mit Überzug. 

Ovoid. Keine Henkel, abgesetzter, vielleicht geson- 
dert gedrehter Hals, runder Rand mit zu ihm senk- 
recht stehenden Einritzungen. 

Fünf Streifen von je vier senkrechten durchgehenden 
oder unterbrochenen Wellenlinien laufen vom Hals 
gegen den gerundeten Boden. 

Form und Dekor kommen Corpus 26 A (SD 74) am 
nächsten, das aber wohl grösser ist. Zum Überzug cf. 
Lucas, Materials*, 383 und die dort zitierte Literatur. 
Zum gesondert gedrehten Hals cf. Baumgartel, 
Predynastic Egypt, 28 und Mond-Myers, Armant I, 
167 und 177 ff. 


126. MM 18 800: H 16,1, AD 15,1, ÖD 6,6, StD 6,8011 

Intakt; z.T. korrodierte Oberfläche. HeOgrauer Ton, 
stellenweise rötlich, anscheinend mit Überzug. 

Bauchig. Keine Henkel; der Hals mitsamt den 
runden Rand könnte gesondert gedreht sein; unebene 
Standfläche. 

Gruppen von je drei senkrechten Welknlimei 
wechseln mit Abschnitten von je drei kurzen senk- 
rechten Strichen ab. 

Der Form und dem Dekor nach sind Corpus 24 A 
(SD 61-63), 26 G, 27 F und G sehr ähnlich. Zua 
gesondert gedrehten Hals cf. Baumgartel, Predynastk 
Egypt, 28 und Mond-Myers, idrmnn/ 1, 167 und 177 ff. 
Zum Überzug cf. Lucas, Materials*, 383 und die doit 
zitierte Literatur. 



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27. MM 18 829: H 13,4, ÄD 12,2, ÖD 3,5, StD 4,1 cm 
itakt. Beige-brauner Ton. 

Bauchig. Keine Henkel. Der Hals und der runde 
and sind wohl gesondert gedreht. Unebene Stand- 
iche. 

Vom Hals aus laufen vier Streifen von je vier 
«ikrechten Wellenlinien, sich abwechselnd mit vier 
reifen kurzer senkrechter gebrochener Striche, 
gen den Fuss. 

Vgl. Corpus 24 A (SD 61-^3), 26 G, 27 F und G. 
jm gesondert gedrehten Hals cf. Baumgartel, Pre- 
mastic Egypt, 28 und Mond-^yers, Armant 1, 167 
id 177 ff. 


128. MM 18 839: H 21,9, ÄD 18,5, ÖD 7,6-8,4, StD 
6,2 cm 

Der Rand ist zu etwa einem Drittel abgeschlagen. 
Rötlicher Ton mit hellgrauem Überzug. 

Bauchig. Keine Henkel, runder Rand, unebene 
Standfläche. 

Insgesamt vierzehn Streifen von je drei senkrechten 
durchgehenden und unterbrochenen Wellenlinien 
wechseln mit einander ab. Sie beginnen am Hals und 
enden in unterschiedlicher Höhe in der Mitte bzw. 
im unteren Drittel desGefässkörpers. 

Vgl. Corpus 24 A (SD 61-63). Zum Überzug cf. 
Lucas, Materials^, 383 und die dort zitierte Literatur. 



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129. MM 10314: H 12,7, ÄD 17,2, ÖD 7,9-8,4, SO 
9,1 cm 

Intakt, jedoch Korrosion am Rand und an einigen 
Stellen derGefiissoberfläche; Spränge. Rötlicher Ton, 
stellenweise glänzend. 

Wellenhenkelgefäss. Zwei fast gerade Wellenhenkel, 
die nicht genau auf dem Gefässdurchmesser liegen. 
Gerader Rand, unebene Standfläche. 

Der ganze Gefässkörper ist bedeckt mit senkrechten 
Streifen von je vier Wellenlinien abwechselnd mit 
Streifen, in denen vier senkrechte Striche mit 
Zwischenräumen alternieren. 

Dekorierte Ware mit Wellenhenkeln ist gut bekannt: 
cf. Corpus 2 N (nach Petrie, Prehistoric Egypt, 17: 
etwa SD 60-65), 12 D, vielfach mit zusätzlichen 
Schnurösen: 2 D, K, S. Jedoch scheint kein ähnlich 
breites, flaches und so dekoriertes Gefäss sonst be- 
kannt zu sein. Zur Politur cf. Lucas, Materials*, 
370 f. und Möller, Abusir el-Meleq, 22 und Taf. 12, 35. 


130. MM 10 299: H 15,5, ÄD 14, ÖD 5. 1-5,2, SO 4 cm 

Intakt, z.T. etwas korrodierte Oberfläche; hellgrauer 
Ton, stellenweise leicht rötlich. 

Bauchig. Keine Henkel, deutlich abgesetzter, wohl 
gesondert gedrehter Hals, runder Rand, unebene 
Standfläche. 

Dreiergruppen kürzerer und längerer senkrechter 
Striche bedecken das Gefäss vom Hals bis über die 
Mitte hinaus. 

Corpus 26 G kommt am nächsten. Zum gesondert 
gedrehten Hals cf. Baumgartel, Predynastic Egypt. 28 
und Mond-Myers, Armani 1, 167 und 177 ff. 




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31. MM 1 8 807: H 34,3, ÄD 28,4, ÖD 9,7, StD 7,4 cm 

^as ganze Gefass war zerbrochen und ist modern 
eklebt, eine Scherbe fehlt. Roter Ton mit grauem 
«lag. 

Bauchig. Keine Henkel, runder Rand, unebene 
tandfläche. 

Der Gefasskörper ist mit Dreiergruppen flüchtiger 
»krechter Striche bemalt. 

Corpus 26 B kommt am nächsten, ist aber schlanker. 


132. MM 18802: H 19,2, ÄD 17,7, ÖD 6,85, StD 
5,75 cm 

Intakt bis auf Sprünge in den Henkeln; stellenweise 
etwäs unebene Gefassoberfläche. Beige-brauner bis 
rötlicher Ton. 

Bauchig. Zwei breite waagerechte Henkel, jeder mit 
zwei senkrechten Durchbohrungen; scharf abgesetzter, 
wohl gesondert gedrehter Hals, runder Rand. 

Vom Hals aus verlaufen viele senkrechte Linien 
gegen den Fuss, deren Zwischenräume mit schwachen 
dünnen Schrägstrichen ausgefüllt sind. 

Die vasenförmige Gestalt ist gut bekannt, cf. Corpus 
12, 26, 27, senkrecht durchbohrte Henkel und der 
Dekor scheinen jedoch sonst nicht belegt zu sein. 
Zum gesondert gedrehten Hals cf. Baumgartel, 
Predynastic Egypt, 28 und Mond-^yers, Armani 1, 
167 und 177 ff. 



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133. MM 18795; H 23, ÄD 19,3, ÖD 7,2-7.6. S© 
6,2 cm 

Intakt; Unregelmässigkeiten in der Gefassoberfläche. 
Rötlicher Ton mit hellerem Überzug. 

Bauchig. Keine Henkel, deutlich abgesetzter, viel- 
leicht gesondert gedrehter Hals, runder Rand, unebene 
Standfläche. 

Sechs senkrechte Streifen von je drei unterbroche- 
nen Linien gehen vom Hals bis zur Standfläche. 

Corpus 26 G. Zum Überzug cf. Lucas, Materials*, 
383 und die dort zitierte Literatur. Zum gesondert 
gedrehten Hals cf. Baumgartel, Predynastic Egypt, 
28 und Mond-Myers, Armani 1, 167 und 177 ff. 


134. MM 18799: H 13,8, ÄD 14,6, ÖD 6,15-6,5. Sdj 
6,3 cm 

Intakt; z.T. korrodierte Oberfläche. Rötlicher Ton nnif 
stellenweise weiss-grauem Belag. 

Bauchig. Keine Henkel, deutlich abgesetzter, wohj 
gesondert gedrehter Hals, runder Rand, uneboM 
Standfläche. 

Kurze senkrechte Striche in Dreiergnippen unH 
ziehen in zwei Reihen übereinander den Geflisskör- 
per. 

Vgl. Corpus 26G. Zum gesondert gedrehten Halsc^ 
Baumgartel, Predynastic Egypt, 28 und Mond-Myers^ 
Armani 1, 167 und 177 ff. 



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iS. MM 10292: H 18,5, ÄD 16, ÖD 5,9-6,15, StD 
cm 

itakt; etwas unebene Oberfläche; hellgrauer Ton. 
Bauchig. Keine Henkel; deutlich abgesetzter, wohl 
ändert gedrehter Hals, runder Rand, unebene 
tandfläche. 

Der Gefasskörper ist mit vielen kurzen senkrechten 
riehen unregelmässig bemalt. 

Corpus 26 G, das jedoch regelmässiger im Dekor ist. 
jm gesondert gedrehten Hals cf. Baumgartel, Pre- 
mastic Egypt, 28 und Mond-Aiyers, Armant I, 167 
Id 177 ff. 



136. MM 10 281: H 17,5, ÄD II, ÖD 6,l-^,3, StD 
6,6 cm 

Das ganze Gefäss war in Stücke zerschlagen und ist 
modern zusammengeklebt. Beige-brauner Ton, stellen- 
weise etwas glänzend. 

Wellenhenkelgefass. Zwei nicht sehr schöne Wellen- 
henkel, nach aussen umgebogener Rand, grosse 
unebene Standfläche. 

Den Raum zwischen Rand und Henkeln nehmen 
sechs waagerechte Wellenkreise ein. Darauf folgt eine 
Bergreihe, die auf einer Wellenlinie steht, während 
sehr klein gezeichnete Wellenlinien über die Henkel 
laufen. Darunter umzieht eine Bergreihe das ganze 
Gefäss, woran sich drei Abschnitte zu je acht in der 
Mitte nach oben geknickten Linien anschliessen. 

Dem Dekor nach steht die Gruppe Corpus 59 
nahe, bei der jedoch kein Wellenhenkelgefass belegt 
ist. Zur Politur cf. Lucas, Materials^, 370 f. und 
Möller, Abusir el-Meleq, 22 und Taf. 12, 35. Früher 
abgebildet in L. Lundkvist-Husberg/H. Lundkvist, 
Keramik som hobby, S. 10. 



- Bulletin 10 1973 


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137. MM 18808: H 19,8, ÄD 19, ÖD 9,5-9 ,7, StD 
9, 1-9,4 cm 

Intakt bis auf kleine Beschädigungen im Rand und in 

der Gefässoberfläche. Rötlicher Ton . 

Deckelgefäss, dessen Deckel nicht erhalten ist. 
Nach innen vertiefter Rand mit vier Bohrlöchern, die 
zur Befestigung des Deckels dienten. Keine Henkel, 
unebene Standfläche. 

Der Gefasskörper ist vom Rand bis etwa zur wei- 
testen Ausbuchtung dekoriert. Unmittelbar unter dem 
Rand umzieht eine Reihe von sog. Bergen das Gefäss. 
die jedoch von vier merkwürdigen aus verschlungenen 
Linien bestehenden Gebilden unterbrochen wird. 
Was diese darstellen, ist nicht zu bestimmen; es gibt 
keine Parallele zu ihnen. Darunter umgibt ein Band 
sehr unsicher und flüchtig gezeichneter Linien den 
Gefasskörper. An einer Stelle ist noch ein Gitter- 
muster zwischen die Berge und die Linien eingefügt. 
Dieser merkwürdige Dekor könnte eine Fälschung 
sein. 

Die Form ist wohlbekannt, cf.: Corpus 20 B; 
Brunton/Caton-Thompson, Badarian Civilisation, pl. 
XXXIX 20 b2 und 20 b3; Brunton, Matmar, pl. XM 8. 
Ähnlicher, jedoch viel sorgfältigerer Dekor findet sich: 
Brunton, Mostagedda, pl. XXXII, Nr. 1652; Petrie- 
Quibell, Naqada and Bailas, pl. XXXIV, 59; Scharff. 
Altertümer I, Taf. 15, Nr. 346, Taf. 34, Nr. 346 A; 
Petrie, Diospolis parva, pl. XVI, 59 e; in allen diesen 
Fällen ist jedoch die Form abweichend. Zu modernen 
Malereien auf antiken Gefässen cf. Brunton, Modem 
Painting on Predynastic Pots. 



138. MM 11 120: H 12,8, ÄD 5,4, ÖD 4,445, 
3,35-3,5 cm 


•1 






lud 


tni 


Grosse herausgcschlagene Stücke sind tnodeni 

geklebt. Stark korrodierte Gefässoberfläche. Röili 

Ton mit hellerem Belag. 

Herzförmig-längliche Negade 1-Form. Leklii 
aussen abgeschrägter Rand, zwei ^«"'1'^'' ^ 

waagerechte Henkel, die jedoch senkrecht durclW 
sind, unebene grosse Standfläche. 

Der Gefasskörper war anscheinend ganzniii'i 
rechten Strichen, die regelmässige Seitenzweige 
weisen, bemalt. Es handelt sich d^i un. « 
Pflanzendekor, wie er von Negade 
Gruppe „White cross-lined" gut 
nur ausnahmsweise bei ,J)ecora,er 
die schlanke Gefässform mit «rosser f ^ 
Negade II ungewöhnlich. Auf der Standflac 

sich Reste von Kreislinien. rzi 4^Df 

Vgl. an Negade IGefässen: ^ 

50 69, 76 H » L, .00 M.»*»»»’«“« 



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140. MM 18723: H 11,2. ÄD 8, ÖD 4-4.1. SO 2,5 cm 

Das Gefäss war in mehrere grosse Stücke zerschlagen 
und ist modern zusammengeklebt, ein Loch ist mit 
Gips ausgefullt. Herausschläge im Rand. Beige- 
brauner Ton. 

Herzförmig. Gerader Rand, zwei breite waagerechte 
durchbohrte Schnurösen, unebene Standfläche. 

Der Rand trägt Reste einer aufgemalten Kreislinie. 
Von ihm aus und bis über die Henkel laufen je fünf 
waagerechte Wellenlinien. Die zwei Hauptansichts- 
seiten sind von je einer grossen Aloe ausgefullt. Auf 
der einen Seite ist darüber ein Baum und eine waage- 
rechte Reihe von acht Z eingefugt, auf der anderen 
Seite eine entsprechende Reihe von 11 Z und eine 
senkrechte Reihe von mindestens neun N. Um den 
Fuss ziehen sich drei waagerechte WeUenkreise, ein 
vierter ist auf die Standfläche gemah. 

Corpus 36 A (SD 40, 54) und G sind sehr ähnlich 
nach Form und Dekor. Zur Aloe resp. Banane cf. 
Petrie, Prehistoric Egypt, 18; Vandier, Manuel 1 334 
ff.; Baumann, Bemerkungen zur kultisch-mythischen 
Bedeutung der Aloe in Afrika; Laurent-Täckholm, 
The Plant of Naqada; Larsen, On a Detail of the 
Naqada Plant. Zum Baum: Reimer, Pendeloques en 
forme d'insectes. 


141. MM 10308: H 19,3, ÄD 14,8, ÖD 7,7-7,8, Sl 
4,5 cm 

Beschädigungen am Rand, Unregelmässigkeiten in de 
Gefässoberfläche. Beige-brauner Ton. 

Herzförmig.GeraderRand, zwei breite, waagerechl 
durchbohrte Schnurösen, unebene Standfläche. 

Zwei konzentrische Wellenlinien sind auf den Ran 
gemah, waagerechte Wellenlinien ziehen sich voi 
Rand bis über die Henkel. Die zwei Hauptansichu 
flächen sind mit je einer grossen Aloe bemalt, einm 
ist zum Rand hin eine schräge Reihe von seitei 
verkehrten N eingefugt. Unter jeden Henkel ist ei 
Baum und eine senkrechte Reihe von sehenverkeb 
ten N gemalt. Die Standfläche trägt eine Spirale, di 
sich bis um den Fuss herumzieht. 

Corpus 36 D (SD 48) und G stehen nahe, auc 
Mond-Myers, Armani 1 pl. XXV 36 al (SD 42-59| 
Zur Aloe resp. Banane cf. Petrie, Prehistoric Egypi 
18; Vandier, Manuel 1 334 ff.; Baumann, Bemerkungei 
zur kultisch-mythischen Bedeutung der Aloe i 
Afrika. Laurent-Täckholm, The Plant of Naqadi 
Larsen, On a Detail of the Naqada Plant. Zum Baun 
Kenner, Pendeloques en forme d'insectes. 



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142. MM 10974: H 9,8, ÄD 6,5, ÖD 3, 5-3, 6, StD 
1,5 cm 

Herausschläge im Rand, stellenweise stark korrodierte 
Gefassoberfläche. Rötlicher Ton, stellenweise etwas 
glänzend. 

Herzförmig. Zwei breite waagerechte durchbohrte 
Schnurösen, gerader Rand, unebene fast spitze Stand- 
fläche. 

Der Rand trägt Farbspuren. Um den Hals sind drei 
waagerechte Wellenkreise gemalt, von denen der 
unterste die Henkel überzieht, die eine weitere 
Wellenlinie tragen. Um den Gefässkörper ziehen sich 
anschliessend in senkrechter Richtung eine Reihe 
Berge, eine Reihe Flamingos, noch eine Reihe Berge 
und fünf Wellenkreise. 

Nach Form und Dekor - dieser jedoch in etwas 
abweichender Reihenfolge - stehen Corpus 53 B (SD 
60) und 53 B2 (SD 63) nahe. Zur Politur cf. Lucas, 
Materials*, 370 f. und Möller, Abusir el-Meleq, 22 
und Taf. 12, 35. Früher agbebildet im Ausstellungs- 
katalog des Medelhavsmuseet Vägen tili evig beten, 
Abb. 1. 





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143. MM 10316: H 22. ÄD 23,7, ÖD 9,8-10,7, SO 
7.1-7.3 cm 

Intakt. Stellenweise etwas unebene Oberfläche. Beige- 
brauner Ton, glänzend. 

Bauchig. Runder Rand, drei schmale, waagerecht 
durqhbohrte Schnurösen, unebene Standfläche. 

Vom Rand aus sind zwischen die Ösen dreimal 
halbkreisförmige konzentrische Wellenlinien gemalt; 


ein Weilenkreis umzieht auch den Hals. Nach unten 
schliesst sich ein waagerechter Zug von Flamingos an, 
der an einer Steile von vier, an einer anderen von 
fünf Bergen unterbrochen wird. Das Gefass ist bis zur 
weitesten Ausbuchtung bemalt. 

Corpus 50 (SD 46-53) und 5 1 M sind ähnlich. Zur 
Politur cf. Lucas, Materials^, 370 f. und Möller. 
Abusir el-Meleq, 22 und Taf. 12, 35. Früher abge- 
bildet in Egyptiska museet Stockholm, Taf. 1 rechts. 



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144. MME 1%9:97: H 11,5, ÄD 9,7, CWD 4,4-4,5, 
StD 3,2 cm 


Beschädigungen am Rand und an einem Henkel. 
Unregelmässigkeiten in der Gefässoberfläche. Gips- 
reparaturen an einem Schiffsheck. Beige-brauner 
Ton, stellenweise glänzend. 

Herzförmig. Gerader Rand, zwei breite waagerechte 
durchbohrte Schnurösen, unebene Standfläche. 

Der Rand trägt Spuren eines Wellenmusters. Ein 
Rhombendekor ist auf die Henkel gemalt, auf einer 
Seite zudem zwei waagerechte Wellenlinien zwischen 
Henkel und Hals, auf der anderen Seite zwei senk- 
rechte, die neben dem Henkel enden. Die zwei 
Hauptansichtsflächen tragen je ein grosses vielrudriges 
Schiff mit einfachem Zweig am Bug, zwei Kabinen 
und einer Standarte unklentifizierten Typs. Über eins 
der Schiffe sind mindestens zwei seitenverkehrte N 
gemalt. Die Standfläche bedeckt eine Spirale, die bis 
auf den Fuss hinaufreicht. Unter die Boote sind je 
zwei waagerechte, zwischen Henkel und Fuss je zwei 
senkrechte Wellenlinien eingefügt. 

Der Schiffstyp entspricht in allen Einzelheiten Cor- 
7US 41 D, das jedoch noch weitere Dekormotive auf- 
iveist und schlanker und höher ist. Zum Zweig: 
Petrie, Prehistoric Egypt, 19: single branch before 46, 
Standarte: ibid. pl. XXIU Nr. 24: early-middle , SD 52. 
Zur Politur cf. Lucas, Materials^y 370 f. und Möller, 
ibusir el-Meleq, 22 undTaf. 12, 35. 




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145. MM 18724: H 8.6, ÄD 6,8, ÖD 2,4-2,5. StD 
2,6 cm 

Intakt bis auf Herausschläge im Rand; z.T. unregel- 
mässige Gefässoberfläche. Rötlicher Ton. 

Herzförmig. Gerader Rand, zwei breite waagerechte 
angebohrte Schnurösen, unebene Standfläche. 

Rand und Henkel tragen eine Bemalung von 
senkrecht stehenden Strichen. Auf dem Gefässkörper 
zwischen den Henkeln befindet sich auf jeder Seite 
ein Schiff mit vielen Rudern, zwei Kabinen, zwei 
Zweigen, die in halbkreisförmigen Gebilden enden, 
am Bug und einer Standarte mit Hörnern, ln den 
Zwischenraum unter den Henkeln ist jeweils ein 
fächerförmiges Gebilde, das wohl als Baum anzusehen 
ist, eingefugt. 

Corpus 41 A (SD 51-^3) steht nahe, jedoch sind die 
Zweige am Bug nicht so schematisch gezeichnet. Sie 
gehören zu Petries Kategorie ,/iouble branch, before 
SD 46-50"" (Prehistoric Egypt, 19). Die Standarte 
steht ibid. pl. XXlll Nr. 5 (SD 50, 52. 53, early- 
middle ship type) und 6 {early ship type) nahe, weist 
jedoch noch mehr Bänder am Schaft auf. Zum Baum: 
Keimer, Pendeloques en forme dMnsectes. 


146. MM 10277: H 7,2 (beide), ÄD 6 (beide), ÖD 2.7 
(eins, das andere ist im Rand ergänzt), Sd!) 1,6 cm 
(beide) 

Das eine Gefass dieses Zwillingsgefässes ist ganz er- 
halten bis auf Beschädigungen am Rand; das andere 
hat eine grosse moderne Ergänzung im oberen Ge- 
fässkörper und Rand. Die Oberfläche ist so korrodiert, 
dass von der Bemalung nur noch Spuren auf dem in- 
takten Gefäss zu sehen sind. Beige-brauner Ton. 

Herzförmig. Gerader Rand, je eine breite waage- 
rechte angebohrte Schnuröse, unebene fast spitze 
Standfläche. 

Vom Dekor sind noch Spuren je eines Schiffes auf 
der Vorder- und Rückseite des intakten Gefasses zo 
sehen. Unter der Schnuröse ist ein Baum eingef&gt. 
Das eine Schiff trägt eine Standarte mit zwei Bergen. 

Zum Gefässtyp vgl. Corpus 47 M , zum Dekor in etwa 
40 M, 43 K. Zum Baum: Keimer, Pendeloques en 
forme d'insectes. Die Standarte entspricht Petrie. 
Prehistoric Egypt, pl. XXlll nr. 18 (SD 46-53) 
,^arly ship type"". 



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47. MM 1 1 123: H 9.3, ÄD 6,8, ÖD 2,6, StD 3,3 cm 


^Schädigungen am Rand und an einem Henkel, 
eige-brauner Ton. 

Herzförmig. Zwei breite waagerechte durchbohrte 
chnurösen, gerader breiter Rand, grosse unebene 
tandfläche. 

Vier Gruppen zu vier, fünf, sechs bzw. sieben senk- 
^hten Strichen bedecken den Rand, drei waage- 
x:hte Wellenlinien jeden Henkel. Die zwei Haupt- 
isichtsflächen sind mit je einem vielrudrigen Schiff 
it zwei Kabinen bemalt, das zwei Zweige am Bug 
ad eine Standarte mit drei Bergen bzw. mit Hörnern 
ägt. Darunter sind um den Gefassfuss herum drei 
äume gemalt, ln die freien Zwischenräume sind hier 
nd da Reihen von S eingestreut. Der Boden trägt 
in Rhombenmuster, von einer Kreislinie umschlos- 
m. 

Der Form und Dekorkomposition nach stehen 
runton/Caton-Thompson, Badarian Civilisation, pl. 
L 43d und 43 d2 sehr nahe, die jedoch andere 
weige am Bug und abweichende Standarten tragen. 
41 den Zweigen cf. Petrie, Prehistoric Egypt, 19: 
Pouble branch before 46^50*'; zu den Standarten 
)id. pl. XXIll nr. 19 u. 5-6. Zum Baum: Keimer, 
tndeloques en forme dMnsectes. Früher abgebildet in 
Vängstedt, Egyptiskt konsthantverk, Abb. auf S. 3. 



^-Bulletin 10 1973 



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148. MM 10600: aus Mostagedda. H 15,5, ÄD 10,3, 
ÖD 5,9, StD 3,3 cm 

Intakt bis auf leichte Beschädigungen am Rand und in 
derGefässoberfläche. Beige-brauner Ton. 

Herzförmig. Gerader Rand, zwei breite waagerechte 
angebohrte Schnurösen, unebene Standfläche. Die 
helle Farbe scheint von einem Überzug herzustammen, 
der ungleichmässig erhalten ist. 

Der Rand trägt ein Rhombenmuster, die Henkel 
senkrechte Striche. Zwischen ihnen und dem Rand 
befinden sich je fünf in der Mitte geknickte Linien. 
Jede Fläche zwischen den Henkeln trägt ein Boot mit 
vielen Rudern, auf dem sich zwei Knuten befinden, 
eine mit einer Standarte mit drei Hügeln ohne Farb- 
ausfüllung. Am Bug sind zwei mit Querlinien gefüllte 
Zweige angebracht, die drei tropfenförmige Gebilde als 
Abschluss aufweisen. Unter diese beiden Schiffe ist je 
ein sog. Segel gemalt mit je einer Schiffskabine 


daneben. Zwischen diese ,,Seger" und unterhalb der 
Henkel sind zwei grosse Aloen gezeichnet, über eine 
von ihnen zudem noch drei schräggestellte S. 

Corpus 41 B (SD 46), J, N, S haben dieselbe 
Motivzusammenstellung, weichen aber in Einzelhehea 
ab. Cf auch Scharff, Altertümer I, Taf. 14 Nr. 329, 
389. Das Stockholmer Gefass ist abgebildet: Brunton, 
Mostagedda, pl. XXXII 6: 221=pl. XXXV Nr. 41 
Zum Überzug cf. Lucas, Materials^, 383 und die dort 
zitierte Literatur. Zur Aloe resp. Banane: Petrk. 
Prehistoric Egypt, 18; Vandier, Manuel I 334 ff.; 
Baumann, Bemerkungen zur kultisch-mythischen 
Bedeutung der Aloe in Afnka. Laurent-Täckholm, 
The Plant of Naqada; Larsen, On a Detail of the 
Naqada Plant. Zum Baum: Reimer, Pendeloques en 
forme d'insectes. Zum Segel: Vandier, Manuel 1 346 f., 
Petrie, Prehistoric Egypt, 21. Zur Standarte: dicstf 
Typ fehlt in Petries Liste: Prehistoric Egypi, pl- 
XXIII. 



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149. MM 18 726: H 22,5, ÄD 22,5, ÖD 10,6-10,85, 
StD 8,2 cm 

Herausschlag im Rand, Unregelmässigkeiten in der 
Gefassoberfläche. Beige-brauner Ton. 

Bauchig. Runder Rand, drei schmale, waagerecht 
durchbohrte Schnurösen, unebene Standfläche. 

Sechs Abschnitte von je vier waagerechten Wellen- 
linien, durch senkrechte seitenverkehrte N getrennt, 
umziehen den Hals. Daran anschliessend ist zwischen 
die Ösen je ein grosses vielrudriges Schiff mit zwei 
Kabinen, einem Zweig am Bug und einer Standarte 


unidentifizierten Typs gemalt. Hier und da sind Reihei 
von S eingefügt, über zwei der Schiffe ausserdem ein 
Baum. Unter zwei Ösen sind je zwei senkrechte Wel- 
lenlinien, unter die dritte eine waagerechte Reihe S so- 
wie zwei waagerechte Wellenlinien gemalt. 

Die Schiffsdarstellung entspricht Petrie, Diospoh 
parva, pl. XX Nr. 6. Ähnlich ist dasGefass de Morgan. 
Läge de la pierre, pl. VIII bei S. 160, Nr. 1 a-b. Za 
einem einzelnen Zweig am Bug vgl. Petrie. /Ve- 
historic Egypt, 19: before 46; zur Standarte: ibkl. pl. 
XXlll Nr. 24. Zum Baum: Keimer, Pendeloques en 
forme d'insectes. 



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150. MM 10 293: H 17,5, ÄD 14, ÖD 7,8, StD 5,6 cm 

Das ganze Gefäss war in Stücke zerschlagen und ist 
modern zusammengeklebt. Drei moderne Gipsergän- 
zungen im Gefässkörper, zwei im Rand. Hellbrauner 
Ton mit hellerem Belag. 

Herzförmig. Leicht nach innen abgeschrägter Rand, 
zwei waagerechte durchbohrte Schnurösen, unebene 
Standfläche. 

Der Rand trägt ein zum Teil verwischtes Rhom- 
benmuster. Zwischen Rand und Henkel sind 3 bzw. 
4 in der Mitte geknickte Linien eingefugt. Auf die 
Ösen sind Wellenlinien gemalt. Zwischen den Ösen 
befindet sich auf den beiden Hauptbildflächen je ein 
vielrudriges Schiff mit zwei Kröten, einer Standarte 
mit drei Paar Hörnern neben einander und dreifach 
gegliedertem Zweig am Bug. Wellenlinien sind in den 


freien Raum über den Schiffen eingestreut. Tiefer 
unter den Ösen befmdet sich je eine grosse Aloe. 
Zwischen diese Pflanzen und die Schiffe sind folgende 
Gegenstände eingefügt: eine Reihe von Z, einer 8 
ähnelnde Gebilde, sog. Bäume, Kajüten, sog. Segel 
und Wellenlinien. Die Standfläche ist mit einer Spirale 
bemalt, die mit einem Ring bis auf den Gefässkörper 
hinaufreicht. 

Vgl. Corpus 41 A (SD 51-63), B (SD 46), J. M, N. 
S, U. Der Standartentyp ist bei Petrie, Frehistonc 
pf Xlll nicht verzeichnet. Die drei Zweige 
mit Querstrichen dazwischen gehören nach Petrie. 
op.cit., 19 zu SD 52-63. Zum „Segel“: op.cit. 21, 
Vandier, Manuel I, 346 f. Zum Baum: Keimer. 
Pendeloques en forme d'insectes. Früher abgebildet 
in Egyptiska museet Stockholm, Taf. 2 Mitte. 



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151. MM I0310:H2I.2,ÄD20.5,ÖD7.^.StD7cm 

Intakt. Unregelmässigkeiten in der Gefössoberfläche. 
Beige-brauner Ton. 

Bauchig. Runder Rand, keine Henkel, unebene 
Standfläche. 

Vier konzentrische Wellenlinien umziehen den Hals, 
an die sich zwei Halbkreise zu acht bzw. neun 
konzentrischen Wellenlinien anschliessen. Zwischen 
diese Halbkreise ist je ein grosses vielrudriges Schiff 
mit zwei Kabinen, zwei Zweigen am Bug und einer 
Standarte unidentifizierten Typs gesetzt. Das eine 
Schiff trägt zudem erhöht zwischen den Kabinen eine 


Frauengestalt mit über dem Kopf erhobenen Arm 
Das andere Schiff hat eine ähnliche Frauengestal 
über der naher am Bug liegenden Kabine mit einen 
Manne daneben. 

Der Szene „Schiff mit Figuren'* kommt Corjm 
46 D (SD 50) am nächsten, cf. auch Capart. Lti 
debuts de Vart en ^gypte, Fig. 83 auf S. 116; (k 
Morgan, Läge de la pierre, pl. X2 bei S. 162. Zudei 
zwei Zweigen cf. Petrie, Prehistoric Egypt. It 
before 46-50: zu den Standarten: ibid. pl. XXlll Nr. 
bzw. 5 und 6. Früher abgebildet in Egypiiska muset\ 
Stockholm, Taf. 1 links. 



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152. MM 10312; H 7.2. ÄD 5,9, ÖD 3,8, SlD 2,5- 
2,7 cm 

Leichte Abstossungen an Rand und Henkeln, unebene 
Gefässoberfläche. Heller Überzug auf hellem Ton. 

Herzförmig. Gerader Rand, zwei breite waagerechte 
durchbohrte Schnurösen, unebene Standfläche. 

Der Rand trägt ein waagerechtes, jeder Henkel ein 
senkrechtes Wellenmustcr. Auf die beiden Haupt- 
ansichtsflächcn ist je ein Schiff eines Typs, der viel- 
leicht eine moderne Erfindung ist, gemalt. Es hat die 
bekannte gebogene Form, jedoch keine Ruder, dage- 
gen einen Dekor von vielen senkrechten Strichen. Am 
Bug ist eine merkwürdige verschlungene Verzierung 
angebracht, ln der Mitte des Schiffes steht ein Baum, 
der mit zwei grossen geschwungenen Ästen, die beide 
viele senkrechte, parallel herunterhängende Zweige 


oder Blätter tragen, das ganze Schiff überschattet 
Auf dem Schiff, durch den Baum getrennt, befinda 
sich zwei mit hochgezogenen Aussenwaodcn. 

in denen je eine Gestalt steht, deren Körper völlig 
ungegliedert dreiecksförmig dargestellt ist. Sie hat 
ein punktförmiges Gebilde als Kopf. Ausserhalb jeder 
Kiyute steht je eine ähnliche, aber grössere Figur, 
bei der der Hals oder Oberkörper durch einen Strich 
angedeutet ist. Die freien Flächen zum Rand bvn. 
zur Standfläche hin sind mit Wellenlinien ausgefuflt. 

Der Gefässtyp ist wohlbekannt, cf. etwa Corpus 
41 A, (SD 51-^3). Zum Schiffstyp cf. Brunton. 
Modem Painting on Predynastic Pots und Kantor. 
The Final Phase of Predynastic Culture, Fig. 5 F. 
G, die andere merkwürdige Boote mit ähnlich stili- 
sierten Figuren wiedergeben. Zum Überzug: Lucas. 
Materials^, 383 und die dort zitierte Literatur. 



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53. MM 10 313: H 7,1, ÄD 5,5, ÖD 2,^3, StD 2,6 cm 


Beschädigungen am Rand und in der unebenen 
}efassoberfläche, auch an beiden Henkeln, von denen 
ler eine aufgeschlagen ist. Heller Überzug auf hellem 
on. 

Herzförmig. Gerader Rand, zwei breite waagerechte 
urchbohrte Schnurösen, unebene Standfläche. 

Der Dekor entspricht völlig dem von Kat.nr. 152, 
r ist nur in etwas kleinerem Masstab ausgefuhrt und 
uf einer Seite etwas abgegriffen. 



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IS4. MM II 125: H 18,5. ÄD 12,4. ÖD 6,6-«.8, StD 
6J cm 



Intakt bis auf Herausschläge im Rand. Unregelmässige 
und konrodierte Gefässoberfläche. Roter Ton. 

Wellenhenkelge&ss. Runder Rand, zwei nicht sehr 
schön geformte deutliche Wellenhenkel, unebene 
grosse Standfläche. 

Die Bemalung ist nach Stil und Motiv einzigartig: 
auf die Gefässoberfläche verstreut sind in flüchtiger 
Weise ein Bock mit langen, rückvärts geschwungenen 
Hörnern, ein Schiffskörper (?), ein Flamingo mit zwei 
gesondert gemalten Federn und ein Mann, der offen- 
sichtlich die Arme in die Höhe gehoben hat und viel- 
leicht Federn im Haar trägt. Ganz ungewöhnlich ist 
die lose Streuung über die Gefässoberfläche und die 
Malweise, in der besonders der Mann ausgefuhrt ist. 

Der Gefässtyp ist in Negade 11 wohlbekannt, zu 
den einzelnen Motiven vgl. Corpus 47 M: Bock; 
Corpus 43 C: Flamingo und Schiffskörper, jedoch mit 
Rudern; Corpus 46 D und 77 sowie Brunton/Caton- 
Thompson, Badarian Civilisation pl. LIV, 14 u. 15: 
Männergestalt; vergleichbare Gestalten aus Negade 1: 
Kantor, The Final Phase of Predynastic Culture, Fig. 
6F undG. 


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155. MM 10 306: H 18,3, ÄD 18,6, ÖD 9.7. StD 6.9 cm 

Intakt. Unregelmässigkeiten in der Gefassoberfläche. 
Hellgrauer Ton mit roten Flecken. 

Bauchig. Runder Rand, drei schmale, nicht durch- 
bohrte Ösen, unebene Standfläche. 

Sechs konzentrische Wellenlinien umziehen den 
Hals bis zu den Ösen. Daran schliesst sich ein Register 
mit sehr sorgfältig und schwungvoll gezeichneten 
figürlichen Darstellungen an: vier Böcke, fünf weib- 


liche Gestalten mit über den Kopf erhobenen Annen 
und langem Rock, vier weitere Böcke und ein Fla- 
mingo. Ober einen Bock sind fünf S gezeichnet. 
Den Abschluss bildet eine Bergkette, die dasGefassin 
waagerechter Richtung umzieht. 

Die Qualität der Malerei übertrifft das meiste des in 
Corpus abgebüdeten Materials, eine genaue ParaUek 
zur Motivzusammenstellung fehlt. Cf. zu den Bök- 
ken: Kantor, The Final Phase of Predynastic Cukure, 
Fig. 9 Q; zu den Frauen mit Füssen: ibid., Fig. 6 E. 



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MEDELHAVSMUSEET 

The Museum of Mediterranean and Near Eastern Antiquities 


Bulletin. Vol. 1, 1961, 64 pp. (oui of print) 

Olof Vessberg, The Museum of Mediterranean and Near Eastern Antiquities. Medel- 
havsmuseet — A Presentation. Hjalmar Larsen, Finds from Badarian and Tasian Civiliza- 
tions. Hans Henning von der Osten, Altorientalische Siegelsteine. Sten V. Wängstedt, 
Einige ägyptische Grabdenkmäler. Olaf Vessberg, Recently Acquired Roman Portraits. 

Bulletin. VoL 2, 1962, 63 pp. Sw. Crs 16. 

Ture J, Arne, The Collection of Luristan Bronzes. Sten V, Wängstedt, Ägyptische 
Siegelamulette. Pär Göran Gierow, A Latial Iron Age Tomb-Group. Olof Vessberg, 
Sculptures in the Throne-Holst Collection. 

BuUetin, Vol. 3, 1963, 72 pp. Sw. Crs 20. 

Binar Gjerstad, Supplementary Notes on Finds from Ajia liini in Cyprus. Evert 
Baudou, Kreta, Tiber und Stora Mellösa. Bemerkungen zu zwei Bronzeschwerten aus 
dem Tiber. Tuilia Rönne-Unders, A Black-Figured Neck-Amphora of the Leagros 
Group. Olof Vessberg, A Republican Portrait from the Sabina. 

Bulletin. Vol. 4 , 1964, 61 pp. Sw. Crs 20. 

Sten V. Wängstedt, Vier Stelen und eine Opfcrtafel aus Deir el-Medineh. Bengt Julius 
Peterson, Two Royal Heads from Amama. Arvid Andrin, An Italic Iron Age Hut Um. 
Arvid Andrin, An Italic Iron Age Belt Plate. Anna Mura, Vaso d*impasto a decora- 
zione graffita con teoria di animali fantasticl Äke Äkerström, A Horseman from Asia 
Minor. Olof Vessberg, A New Variant of the Helena Myth. 

Bulletin, Vol. 5, 1969, 58 pp. Sw. Crs 20. 

Bengt Julius Peterson, Some Reliefs from the Memphite Necropolis. Paul Aström, A 
Red Lustrous Wheel-made Spindle Bottle and Its Contents. Sten K. Wängstedt. Uscheb- 
tis aus der ägyptischen Spätzeit Arvid Andrin, An Etruscan Terracotta Head. Arvid 
Andrin, An Etruscan Terracotta Ash Um. Hans Furuhagen, The Roman She-Wolf on 
a Terracotta Tablet Olof Vessberg, A Roman Togatus. 

Bulletin. Vol. 6. 1972, 55 pp. Sw. Crs 20. 

Vassos Karageorghis, Notes on Some Cypro-Mycenacan Vases in the Medelhavsmuseet. 
Sylvia Törnkvist, Arms, Armour and Dress of ihe Terracotta Sculpture from Aija Irini, 
Cyprus. 

Bulletin, Vol. 7—8, 1973, 144 pp., 80 pl. Sw. Crs 90. 

Bengt E. J. Peterson, Zeichnungen aus einer Totenstadt Bildostraka aus Theben-West, 
ihre Fundplätze, Themata und Zweckbereiche mitsamt einem Katalog der Gayer- 
Anderson-Sammlung in Stockholm. 

Bulletin, Vol. 9, 1974, 80 pp. Sw. Crs 30. 

Bengt Peterson, Ramesside Mannerism. Beate George, Eine Stockholmer Statuette des 
Gottes Osiris-Min, Bengt Peterson, Eine römerzeitliche Grabstele aus Ägypten. 
Bengt Peterson, Zum bildnerischen Schaffen im spätantiken Ägypten. Beate George, 
Mcnaslegcnden und Pilgerindustrie. Gisela Walberg, Some Cypriote and Palestinian 
Potiery and Figurincs. Marie-Louise Winbladh, Notes on an Etruscan Ring Vase in 
Medelhavsmuseet. Patricia Marino-Hultman, Bone Figures from Iran in Mcdelhavs- 
museet's “Luristan Collection”. Bengt Peterson & Marie-Louise Winbladh, A Selection 
of Some Recent Acquisitions. Carl-Gustaf Styrenius, Activities 1973. Carl-Gustaf 
Styrenius, Swedish Institute in Athens 1948 — 1973. 

Distribution Office: 

Medelhavsmuseet, Storgatan 41, S-114 55 Stockholm, Sweden 


IS 

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